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In Weiden bei Ergisch Wolf reisst im Wallis erneut Schafe

Betroffen ist ein Landwirt, welcher alle zumutbaren Herdenschutzmassnahmen ergriffen hatte. Er verlor zwei Tiere.

Wolf
Legende: In der Augstbordregion kam es in diesem Monat schon mindestens zweimal zu Wolfsrissen. Keystone (Symbolbild)

Anfang Juni riss ein Wolf in Ergisch vier Schafe. Der betroffene Halter ergriff daraufhin Massnahmen, um weitere Schäden zu vermeiden. Nun kam es in der letzten Nacht erneut zu Schafrissen. Derselbe Ergischer Landwirt verlor zwei Lämmer.

Zwei ausgebildete Schutzhunde bewachten die hundertköpfige Herde und der Landwirt baute einen Zaun mit elektronischem Band. Damit habe der Bauer alle «zumutbaren» Massnahmen ergriffen, welche das Bundesamt für Umwelt vorgibt, bestätigte der kantonale Herdenschutzberater André Summermatter auf Anfrage. Seit längerem ist bekannt, dass es in der Augstbordregion ein Wolfsrudel hat.

Der zuständige Wildhüter entnahm DNA-Proben, damit die Wolfspräsenz nachgewiesen werden kann. Bis Ende Woche erstellen der Herdenschutzbeauftragte und die Wildhut einen Bericht zum Vorfall. Die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere wird dann über das weitere Vorgehen entscheiden.

Wolfsnachweise in der Schweiz Januar-Dezember 2017:
Legende: Wolfsnachweise in der Schweiz Januar-Dezember 2017: Kategorie 1: Tot gefundene Tiere, Beobachtungen mit fotografischem Beleg, eingefangene (Jung-) Tiere und genetische Nachweise. Kategorie 2: Experten bestätigte Meldungen wie Risse von Nutz- und Wildtieren, Spuren. Kategorie 3: Nicht überprüfte Riss-, Spuren und Kotfunde, und alle nicht überprüfbaren Hinweise wie Sichtbeobachtungen. KORA

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Dieser Fall zeigt in aller Deutlichkeit: So kann und darf es nicht weiter gehen! Trotz allen Vorsichts- und Verhütungsmassnahmen verliert ein Bauer wieder 2 Schafe, wegen einem Wolf! All jene, die militant und stur als Befürworter von Wild-Raubtieren sofort mordio schreien, wenn ein Wolf geschossen werden soll, müssten sich einmal mit einem solchen Bauer an den gleichen Tisch setzen! Ich kann mir gut vorstellen, wie dieses Gespräch enden würde.....!
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Zwei Lämmer aus einer Herde von über 100 Schafen. Die Verluste werden zudem entschädigt. Bleiben wir doch mit gesundem Menschenverstand bei den Relationen. Oder was meinen Sie, wie manches Schaf pro Hundert in den Alpen aus anderen Gründen stirbt?
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    2. Antwort von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
      Alles was der "verdam….." Bolliger äussert wird von Ihnen, Herr Müller, nicht nur genaustens beobachtet, sondern sofort unter "antworten" geschulmeistert! Ein Forum soll nun mal für alle Meinungen offen und erlaubt sein! Ob nur jene einen "gesunden Menschenverstand" besitzen, die lieber wilde Raubtiere im Land wollen oder jene die sich in die Situation eines Schaf- Bauern versetzen können und eine andere Sicht über den Wolf fühlen und haben, müssen die Leser(innen) entscheiden!
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