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Justizvollzug Bern: Masterplan für Sanierungsfälle
Aus Schweiz aktuell vom 28.05.2019.
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Justizvollzug im Kanton Bern Marode Gefängnisse: neu bauen, sanieren oder schliessen?

Die Regierung plant ein neues Gefängnis im Berner Jura oder Seeland – hingegen sind die Tage des Thorbergs gezählt.

Der Berner Regierungsrat verzichtet auf die Totalsanierung des Thorbergs, weil die Kosten in keinem günstigen Verhältnis zum Nutzen stehen, schreibt er in einer Mitteilung. Er will die Anstalt in Krauchthal bis 2030 aber funktionstüchtig erhalten und weiterbetreiben.

«Argumente für die längerfristige Aufgabe»

In den alten Gebäuden ist der zeitgemässe Strafvollzug keine einfache Aufgabe. Eine Sanierung wäre kostspielig, zumal die Gebäude unter Denkmalschutz stehen. Aus heutiger Sicht sprächen überzeugende Argumente für die längerfristige Aufgabe des Standorts, schreibt die Berner Regierung.

Masterplan mit Neubau

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Auch andere Gefängnisse und Justizvollzugsanstalten im Kanton Bern sind veraltet. Auch hat es generell zu wenig Plätze. Der Regierungsrat hat deshalb einen Masterplan beschlossen, den er am Dienstag präsentierte. In drei Phasen soll der Justizvollzug erneuert werden.

Herzstück in der ersten Phase ist ein Neubau mit rund 250 Haftplätzen irgendwo im Seeland oder im Berner Jura. Weiter soll im Regionalgefängnis Thun ein Annexbau mit 80 Plätzen entstehen. Die beiden Neubauten kosten zusammen etwa 350 Millionen Franken.

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Wie der Kanton Bern seine maroden Vollzugsanstalten auf Vordermann bringen will
01:38 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 28.05.2019.
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In der zweiten Phase soll das baufällige Regionalgefängnis Biel (siehe Bildergalerie) geschlossen werden. Die anderen Regionalgefängnisse sollen instandgehalten werden. Vom Tisch sind Gedankenspiele, das Regionalgefängnis Bern oder die Frauenstrafanstalt Hindelbank neu zu bauen.

Hindelbank soll saniert werden, genau wie die Anstalten St. Johannsen und Witzwil. Die Arbeiten erfolgen «unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten des Kantons», wie die Regierung schreibt.

In der dritten Phase wird sich dann entscheiden, was aus dem Thorberg wird – wenn klar ist, wie die verschiedenen Sanierungen im Kanton vorankamen und wie die Verhandlungen mit den Konkordatskantonen liefen.

Hoher Finanzbedarf

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Der Masterplan sieht vor, dass dem Kanton Bern in Zukunft 1099 Haftplätze zur Verfügung stehen. Das wären 147 mehr als heute. Die Erneuerung des Justizvollzugs hat ihren Preis. Der Regierungsrat will gemäss Masterplan etwa 580 Millionen Franken in die Infrastruktur der Gefängnisse und Anstalten investieren.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Wer in der Schweiz ins Gefängnis muss, wird - hoffentlich - äusserst bescheidene Verhältnisse vorfinden! Kleine Zimmer mit wirklich nur dem Allernötigsten! Gefängnisse dürfen keine Gemütlichkeit ausstrahlen, Wohlfühloasen sein! Das ist hoffentlich schweizweit so!
    1. Antwort von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
      Kriminelle sehen das komplet anders!!!!
  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Sanieren .. unbedingt.. und schoenere Moebel und wenigstens neben WIFI und Laptop eine Minibar... wer sind wir denn... .. natuerlich Riesenquatsch!
    Wer was "ausfrisst" soll wissen.. bevor er die Untat plant, was auf ihn zukommt.. Hotelkultur ist absolut NonSense!
    1. Antwort von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
      Ihr Neinsager, die Mehrheit der Weltbevoelkerung hat nicht so einen luxurioesen Raum (wie die abgebildete Zelle) zum Wohnen zur Verfuegung... man sehe die Verhaeltnismaessigkeit
  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Was sollen die Fotos dieser paar Risse in den Mauern dieses alten Gebäudes? Lächerlich, solches kann locker saniert werden und die Risse haben keinen Einfluss auf die "Aufenthaltsqualität" im innern. Schimmlige Zellen? Da wurde vermutlich füher mal falsch saniert (Isolierglas), und jetzt muss halt mehr gelüftet werden.