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Bern Freiburg Wallis Kanton verfügt Abschuss von Luchs im Kandertal

Das Jagdinspektorat des Kantons Bern hat den Abschuss eines jungen Luchses im bernischen Kandertal bewilligt. Dies, obwohl die Kriterien für den Abschuss nicht erfüllt sind.

Ein Luchs im Berner Oberland wurde aufgrund seines auffälligen Rissverhaltens zum Abschuss freigegeben.
Legende: Ein Luchs im Berner Oberland wurde aufgrund seines auffälligen Rissverhaltens zum Abschuss freigegeben. Keystone (Symbolbild)

Laut einer Mitteilung der bernischen Volkswirtschaftsdirektion hat nämlich das junge Luchsweibchen jüngst auf drei verschiedenen Schafweiden in der Gemeinde Kandergrund binnen zwei Wochen sechs Schafe gerissen. Dies zeigen Daten des Senderhalsbands und Bilder einer Fotofalle. Gemäss Konzept Luchs Schweiz reicht dies nicht aus für einen Abschuss.

Der Abschuss des jungen Kandertaler Luchses sei dennoch «unumgänglich», weil es nicht möglich sei, im fraglichen Gebiet rasch zumutbare Schutzmassnahmen umzusetzen. Ausserdem habe sich herausgestellt, dass sich der Luchs offenbar auf Schafe spezialisiert habe.

Beim Tier handelt es sich um einen Luchs, der im Herbst 2012 verwaist und abgemagert aufgefunden und anschliessend auf der Wildstation aufgepäppelt wurde. Dass sich das junge Tier auf Schafe spezialisiert hat, könnte mit diesem Umstand zusammenhängen: Dort habe das Gehege des jungen Luchs-Weibchens nämlich direkt an eine Schafweide gegrenzt.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Escher, Naters
    6 Schafe in 3 Wochen vom Luchs gerissen (im Kandertal ) = Abschuss.. über 20 Schafe in ein paar Tagen, vom Wolf, im Goms = Abschusskriterien nicht erfüllt ?? !!!!!!!! Hat es vielleicht mit der GEOGRAPHIE zu tun ..
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  • Kommentar von Kari Huber, Surin
    Da zeigt sich einmal mehr, dass Engriffe in die Natur sinnlos sind.i
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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    >>> die Kriterien für den Abschuss <<< welche Kriterien denn sonst noch, wurden etwa zuwenig Komissions-Sitzungen durchgeführt, nicht genügend Beobachter eingesetzt, oder wollte man erst nachweisen, dass die Aufpäppelung in der Wildstation nicht artgerecht war? Ich frage mich, ob wir in unserem Land wirklich keine wichtigeren Probleme haben, als (wahrscheinlich) hunderte von Dienern des Staates dafür zu besolden, dass diese sich den ganzen Tag mit einem Luchs beschäftigen können. Hirnrissig....
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