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Katharina Zimmermann Über das Schreiben, die Liebe und das Alleinsein

«Nicht allein» heisst das neuste Werk der 84-jährigen Berner Autorin. Es geht um eine Liebe, der nicht viel Zeit bleibt.

Eigentlich dachte Katharina Zimmermann, das sei es gewesen. «Jetzt bist du alt, jetzt kommt nichts mehr, alles ist verdorrt.» Das war vor drei Jahren, nachdem sie ihren autobiographisch geprägten Roman «Umbrüche – Aus meinem Leben» geschrieben hatte. Doch dann geschah etwas, das ihr zuvor nie passiert war.

«Ich war auf einem Spaziergang im Spätherbst und sah goldene Birkenblätter vor dunklem Nadelholz heruntersegeln. Da wusste ich plötzlich: ‹Das ist die erste Szene›», erzählt Katharina Zimmermann. Sie begann zu schreiben, ohne zu wissen, worum es gehen würde. Früher habe sie für ihre Bücher immer zuerst ein Konzept erarbeitet. «Nun war ich abends jeweils gespannt, wie die Geschichte am nächsten Tag weitergehen würde.»

Der Wunsch nach Nähe

Herausgekommen ist eine Erzählung über zwei ältere Menschen, die sich verlieben, gemeinsam Schönes erleben und doch nicht ganz zueinander finden können. «Nicht allein» ist der Titel. Nicht allein ist unverhofft die Hauptfigur Linette in glücklichen Tagen – und doch bleibt das Alleinsein.

Das Alleinsein kennt auch die Autorin Katharina Zimmermann, seit ihr Mann vor 15 Jahren gestorben ist. Für sie sei eine neue Liebe im Alter kein Thema: «Wir haben uns so sehr geliebt – dieser Platz ist bei mir besetzt, bis zu meinem Tod.»

Katharina Zimmermann

Katharina Zimmermann

Die Autorin (geb. 1933) schrieb zahlreiche Bücher, unter anderen «Die Furgge» über die Täuferverfolgung, «Kein Zurück für Sophie W.», die Geschichte einer Auswanderung oder «Hibiskus», ein Roman aus ihrer Zeit in Indonesien.

Die Erzählung «Nicht allein» erscheint im Zytglogge Verlag, sie ist ab dem 20. Februar 2018 erhältlich. Die Vernissage ist am 28. Februar 2018 in der Buchhandlung Stauffacher in Bern.

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