Keine «kleine Verwahrung» für Berner Brandstifter

Der wegen mehrfacher Brandstiftung angeklagte 53-jährige Schweizer muss für 40 Monate ins Gefängnis. Von der Auferlegung einer stationären therapeutischen Massnahme sah die Richterin ab. Eine solche kleine Verwahrung hatte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer gefordert.

Die Richterin begründete den Verzicht auf die stationäre Massnahme mit der fehlenden Therapierbarkeit des Verurteilten. Ein psychiatrisches Gutachten hatte dem Täter eine Intelligenzminderung bescheinigt.

Ein Feuerwehr Mann läuft auf ein brennendes Feld zu. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Dem Brandstifter werden rund 20 Vegetationsbrände in der Region Rubigen bei Bern zur Last gelegt. (Symbolbild). Keystone

Der Staatsanwalt forderte zu Prozessbeginn im Regionalgericht Bern-Mittelland am Donnerstag eine 62-monatige Haftstrafe, die zugunsten einer stationären therapeutischen Massnahme aufzuschieben sei. Der Verurteilte soll alleine im letzten Sommer rund 20 Vegetationsbrände gelegt haben. Er war – soweit er sich erinnern konnte – geständig, mehrere Holzhaufen, Böschungen und Wiesland angezündet zu haben. Der bezifferbare Sachschaden beläuft sich auf gut 11'000 Franken.

Zwar hätten die Brände keine Verletzte gefordert, sagte der Staatsanwalt. «Dies aber nur, weil die Feuerwehr die gefährlichen Brände rasch unter Kontrolle bringen konnte.»