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Jetzt aber einmal grundsätzlich: Klimadebatte im Berner Stadtrat
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Klimadebatte Berner Stadtrat Die Stadt Bern will noch grüner werden

In einer Monsterdebatte behandelte das Stadtparlament das Thema Klima. Und beschloss Ziele für mehr Klimaschutz.

Die Forderungen nach mehr Klimaschutz sind von der Strasse in den Berner Räten angekommen. Nach dem Berner Kantonsparlament Anfang Woche diskutierte nun auch das Parlament der Stadt Bern über verschiedene Massnahmen zum Klimaschutz. Die rund 30 Vorstösse boten Anlass, dass sich die Stadtratsmitglieder zunächst ganz grundsätzlich zum Thema Klima äusserten.

Wärme, Strom oder Mobilität – im Gegensatz zu früher seien heute alle Lösungen da, argumentierte etwa Benno Frauchiger (SP). «Es gibt keinen Grund mehr, von Erdölfirmen abhängig zu sein.»

Wärme, Strom oder Mobilität – alle Lösungen sind da.
Autor: Benno FrauchigerSP-Stadtrat

Bernhard Eicher (FDP) betonte, es sei nicht an der Politik, der Bevölkerung vorzuschreiben, wie sie wohnen, sich fortbewegen oder was sie essen sollte. «Die Einwohnerinnen und Einwohner dieser Stadt werden für unvernünftig, unmündig und dumm gehalten», so Eicher. Das ist eine Kritik an der Stadtregierung, die kürzlich 22 Massnahmen für den Klimaschutz präsentierte. Etwa die Halbierung der Parkplätze im Stadtzentrum oder generell Tempo 30.

Grundsätzlich Mühe mit der Debatte hatte Alexander Feuz (SVP): «Nach unserer Auffassung ist diese Klimadebatte eine grosse Selbstinszenierung von Rot-Grün-Mitte». Der Gemeinderat verwirkliche damit seine versteckte Agenda.

Die Klimadebatte ist eine Selbstinszenierung von Rot-Grün-Mitte.
Autor: Alexander FeuzSVP-Stadtrat

Franziska Grossenbacher (Grünes Bündnis) bevorzugt zwar die Klima-Massnahmen der Regierung, mahnt aber: «Sogar in der Stadt Bern, in der Linksgrün seit 26 Jahren eine solide Mehrheit hat, brauchte es den Druck der Strasse, damit so Vieles in Bewegung geraten ist.»

Das entschied der Stadtrat

Die Pensionsvorsorgekasse der Stadt Bern soll eine klimaverträgliche Anlagestrategie verfolgen. Mit 48 zu 12 Stimmen hat der Stadtrat am Donnerstag ein entsprechendes Postulat überwiesen. Die Pensionskasse soll demnach die Klimarisiken in ihren Anlagerichtlinien berücksichtigen und so den Klimawandel in ihre Investitionsentscheide integrieren.

Das Parlament überwies auch Motionen von GB/JA und GFL/EVP, wonach sich die Stadt das Ziel setzen soll, bis 2035 klimaneutral zu werden. Insgesamt befanden sich 30 Vorstösse auf der Traktandenliste der Doppelsitzung, die ganz im Zeichen des Klimaschutzes stand.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Egger  (Martin Egger)
    Weiter so, Bern! Was der Herr Eicher meint, ist für mich unverständlich. Die Massnahmen haben ja nicht direkt mit den einzelnen Einwohnern der Stadt zu tun. Es sind Dinge, die nur die Stadt beschliessen kann, nicht einer allein für sich.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Unsere Landeshauptstadt wird durch die gegenwärtige links/grüne Regierung zu einer "leblosen" Armenstadt umgestaltet! Wer laufend neue Vorschriften und Verbote gegen das Gewerbe, die Geschäftsleute und die Einwohner selber, aufgleist und durchboxt, muss sich nicht wundern, wenn immer mehr Berner(innen) mit dem Auto in die fernen Einkaufs-Grossverteiler fahren oder die Stadt Bern verlassen! Ist das im Sinne einer Klimaverbesserung? Wer zu viel denkt und Fakten ernst nimmt begreift vieles nicht!
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