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Die Reaktionen auf Uber fallen gemischt aus
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 13.07.2020.
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Konkurrenz für Taxifahrer Uber breitet sich auch in der Westschweiz aus

Der Fahrdienstvermittler Uber ist nun auch in Freiburg, Sitten und Yverdon aktiv – und damit in 13 Schweizer Städten.

Nach Zürich, Basel, Genf, Lausanne oder Bern weitet der Fahrdienstvermittler Uber sein Angebot auf drei weitere Städte in der Westschweiz aus. Wer die App auf seinem Smartphone geladen hat, kann nun auch in Freiburg, Sitten und Yverdon neu eine Fahrt mit Uber bestellen. Somit ist das international tätige Unternehmen mittlerweile in 13 Schweizer Städten aktiv.

Gemäss eigener Angabe des US-Konzerns arbeitet Uber in Sitten, Bern und Freiburg mit unabhängigen Taxifahrern zusammen, die eine Taxihalterbewilligung besitzen. Also nicht mit jenen, die bei Taxi-Unternehmen angestellt sind.

So sollen die geltenden Vorschriften eingehalten werden. Den Taxifahrern sei es so möglich, ihre Fahrzeuge besser auszulasten und neue Kunden zu gewinnen, sagt Jean-Pascal Aribot, Direktor von Uber Schweiz. Die Wahl der drei neuen Standorte sei durch eine starke lokale Nachfrage motiviert worden.

«Im vergangenen Jahr hatten wir in Freiburg 55'000 Suchanfragen für eine Fahrt mit Uber, in Sitten waren es 95'000», sagt Uber-Schweiz-Chef Jean-Pascal Aribot gegenüber Radio SRF. Das Angebot sei in Sitten und Freiburg nun gestartet, in Sitten hätten auch bereits die ersten Fahrten stattgefunden.

Gleich lange Spiesse gefordert

Bei der Fachgruppe TaxiSuisse wehrt man sich nicht grundsätzlich gegen den neuen Mitbewerber. Präsident der Fachgruppe ist der Freiburger Christoph Wieland. Er sagt: «Für jeden Mitbewerber sollen die gleichen Regeln, Rechte und Pflichten gelten.» Der Eintritt von Uber in den Schweizer Markt habe sich besonders in den grossen Städten Basel, Genf und Zürich bemerkbar gemacht, so Wieland weiter. «Für internationale Gäste ist es attraktiv, in jeder grösseren Stadt weltweit mit derselben Applikation ein Taxi bestellen zu können.»

Uber stelle in diesen Städten einen grossen Einschnitt ins Tagesgeschäft dar. In kleineren Städten, wie zum Beispiel Freiburg, seien die Auswirkungen des Markteintritts nicht so dramatisch, erklärt Wieland.

Wir brauchen keine Amerikaner, die uns sagen, wie wir im Wallis zu arbeiten haben.
Autor: David PardoPräsident Taxi-Vereinigung Sitten

Anders klingt es im Unterwallis. Dort wollen die Mitglieder der Taxi-Vereinigung Sitten über eine generelle Preissenkung der Tarife diskutieren. «Weiter wollen wir eine Schweizer App etablieren, damit unsere Kunden Fahrten buchen können», sagt David Pardo, Taxi-Unternehmer und Präsident der Taxi-Vereinigung in Sitten. Was man aber nicht brauche, sei ein US-Unternehmen, welches vorschreibe, wie man zu arbeiten habe.

Arbeitgeber oder Vermittler?

Kommt Uber in eine neue Stadt, stellen sich immer wieder dieselben Fragen: Kommt es nun zum Preiskampf zwischen dem internationalen Technologieunternehmen und den angestammten Taxiunternehmen? Sind die Uber-Fahrer selbstständig oder von Uber angestellt? Hat Uber für seine Fahrerinnen und Fahrer Sozialabgaben zu leisten?

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Aus dem Archiv: Uber-Fahrer können jetzt Preis selbst bestimmen
Aus Tagesschau vom 09.07.2020.
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Grundsätzlich dreht sich also alles um die Frage: Ist Uber ein Taxidienst und damit ein Arbeitgeber oder eine Vermittlungsplattform? Die Antwort wird entscheidend sein. Die juristische Beurteilung dazu läuft noch.

Das heisst, noch ist kein abschliessendes Urteil gefällt worden, ob Uber ein Arbeitgeber ist oder – wie Uber sich selber bezeichnet – eine reine Vermittlungsplattform.

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Aus dem Archiv: Uber beschäftigt die Juristen
Aus 10vor10 vom 29.11.2019.
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1 Kommentar

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  • Kommentar von Andy Gasser  (agasser)
    Uber, wie auch Air BNB, sind in ihrer Grundidee eine gute Sache. Nun bedarf es aber einer Regulierung durch den Staat. Es sind gewisse Rahmenbedingungen festzulegen, damit diese Unternehmen kein Lohndumping betreiben und Sozialabgaben bezahlen. Auch bestehende Regelungen aus Hotellerie und Taxigewerbe sollten zur Anwendung kommen, wenn ein Nutzer der Plattform diese zB. mehr als X Stunden/Tage im Jahr nutzt.
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