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Legende: Audio So werden die Kontrollen am Simplonpass verstärkt. abspielen. Laufzeit 02:01 Minuten.
02:01 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 02.05.2019.
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Lastwagen auf Passstrasse Polizei kontrolliert künftig zehnmal mehr am Simplon

Ein Drittel der kontrollierten Fahrer oder Lastwagen sind nicht in Ordnung. Nun werden die Kontrollen massiv verstärkt.

Über 88'000 Lastwagen fuhren letztes Jahr über den Simplonpass, darunter viele mit gefährlichen Gütern. Und viele in nicht einwandfreiem Zustand: Jede dritte Kontrolle von LKWs brachte im Jahr 2018 Mängel zutage, schreibt die Walliser Kantonspolizei, seien es Mängel am Fahrzeug oder bei den Lenkern, die zum Beispiel die Ruhevorschriften nicht eingehalten hatten. Nun werden die Kontrollen verzehnfacht.

Warum so viele Lastwagen am Simplon?

Der Simplonpass ist die einzige alpenquerende Verbindung in Europa, auf der Gefahrengüter via Strasse uneingeschränkt transportiert werden dürfen. Das ist so, weil es auf der Strecke keine grösseren Tunnels gibt, in denen solche Fahrten verboten wären.

Von 800 Stunden Lastwagen-Kontrollen will die Walliser Polizei auf 8000 Stunden pro Jahr ausbauen, sie sollen neu täglich stattfinden. Dazu werden für vier Polizisten und einen Mechaniker neue Arbeitsplätze geschaffen, die ausschliesslich für Schwerverkehrskontrollen eingesetzt werden. Finanziert werden die Stellen vom Bundesamt für Strassen.

Es gibt neu zwei fixe Schwerverkehrs-Kontrollpunkte an den Standorten Gamsen und Gondo, aber auch mobile Kontrollen werden verstärkt.

Verbesserungen schon lange gefordert

Der letzte grosse Unfall am Simplonpass war im Januar 2015: Bei einem mit hochexplosivem Aceton beladenem Lastwagen versagten die Bremsen, der LKW schoss in der Nähe von Brig über eine Brücke und explodierte. Wie durch ein Wunder wurde nebst dem Chauffeur niemand verletzt.

Im Nachgang an dieses Unglück forderten die Gemeinden an der Passstrasse in einem offenen Brief an die damalige Verkehrsministerin Doris Leuthard Massnahmen für mehr Sicherheit. In der Folge wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die auch an Sicherheitsmassnahmen arbeitete.

In den letzten Jahren wurde viel investiert in die Sicherheit am Simplonpass. Zum Beispiel wurden Bremsstrecken gebaut, Kiesbette, in die die Lastwagen fahren können und so gebremst werden. Auch gibt es Rückhaltebecken für Flüssigkeiten und Löschwassertanks. Diese Massnahmen reichten aber vielen nicht. Nun werden also die Kontrollen der Lastwagen verstärkt.

Legende: Video Schwerverkehr am Simplon abspielen. Laufzeit 07:54 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 02.05.2019.
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11 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Egger (Martin Egger)
    Die Richtung dieses Entscheids stimmt, man muss klar mehr kontrollieren. Das lohnt sich ja auch, diese Einsätze kosten also den Steuerzahler nichts. Und wenn sogar 100 % der Lastwagen kontrolliert würden - das fände ich auch nicht dumm.
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  • Kommentar von Diego Algeri (Scanzo)
    Bis anhin wurden nur ca. 4% aller Lastwagen kontrolliert und dies nicht nur am Simplon sondern auch am Gotthard. Ob jetzt am Simplon mit dieser "versprochenen" ( ??? ) Verzehnfachung tatsächlich 40% kontrolliert werden bleibt abzuwarten. Vor wenigen Wochen hat der Nationalrat eine Motion zur Verstärkung der nationalen Kontrollen abgeschmettert. Obwohl die Gottharddurchfahrtzahlen massiv höher sind als jene des Simplons wird es dort bei 4% belassen.
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  • Kommentar von Alex Terrieur (Imfeld)
    ...jetzt weiss ich warum BLS nur BERN - LÖTSCHBERG - Schiene, heisst. Die Simplonstrasse ist auf Schweizerseite, eine sehr teure LKW-Autobahn und Kandersteg - Iselle ist fast ganzjährlich im Winterschlaaaf!!!
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