Zum Inhalt springen

Header

Audio
Walliser Staatsratspräsident: «Der Bundesrat will kein Dorf unter Quarantäne stellen.»
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 23.03.2020.
abspielen. Laufzeit 02:05 Minuten.
Inhalt

Laut Ärzten ein Corona-Hotspot Bundesrat will Verbier nicht unter Quarantäne stellen

Walliser Ärzte wollen Verbier wegen Corona unter Quarantäne stellen. Der Bundesrat will das nicht.

Ärztinnen und Ärzte von Verbier wollen den Ort und das ganze Val de Bagnes wegen des Corona-Virus unter Quarantäne stellen. Sie halten die Region für einen der grösseren Infektionsherde in der Schweiz. Die Ärztin Sabine Popescu zieht wie bereits andere Kollegen aus Verbier und Umgebung die Alarmglocke, wie die Walliser Tageszeitung Le Nouvelliste berichtete. Laut Popescu hat es in Verbier und dem Tal zu viel «Kommen und Gehen», vor allem von Arbeiterinne und Arbeitern oder Putzleuten. So könne die gesundheitliche Situation nicht stabilisiert werden.

Der Bund will keine Quarantäne

Der Kanton Wallis bat den Bund, die Situation zu beurteilen und dieser winkt ab. «Der Bundesrat will kein ganzes Dorf unter Quarantäne stellen», sagt der Walliser Staatsratspräsident Roberto Schmidt gegenüber dem Regionaljournal von Radio SRF. Gesundheitsminister Alain Berset habe klar gesagt, wieso der Bundesrat gegen eine Quarantäne im Grundsatz sei. Es führe nur zu neuen Problemen, wenn man die Leute einsperren würde. Erfahrungen in anderen Ländern hätten gezeigt, dass dies zu Suizidgedanken oder häuslicher Gewalt führen könne.

Freiwillig auf Kontakt verzichten

Laut den Ärztinnen und Ärzten muss man jedoch das Wallis und die ganze Schweiz vor Verbier schützen. Staatsratspräsident Roberto Schmidt nimmt die Bedenken ernst: «Die Leute in Verbier müssen nun freiwillig den Kontakt nach Aussen vermeiden.»

Zudem seien Massnahmen ergriffen worden: Spielplätze und Parks seien geschlossen. Seit Samstagmorgen würden laut den Gemeindebehörden auch keine örtlichen Busse mehr fahren. Ausserdem seien die Besitzer von Zweitwohnsitzen gebeten worden, ihre Häuser und Wohnungen nicht zu vermieten.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr; sda/gygm;widc

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Wir informieren laufend über die aktuelle Entwicklung und liefern Analysen zum Coronavirus. Erhalten Sie alle wichtigen News direkt per Browser-Push. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Dietmar Logoz  (Universalamateur)
    Wenn ein Haus brennen würde, dann würde der Bundesrat also das ganze Quartier zu löschen versuchen? Viel Erfolg dabei!
    Einfach aus Prinzip alle Regionen gleich behandeln zu wollen ist in dieser Situation falsch und nicht angemessen. Wann begreift der Bundesrat das endlich? Ist wohl völlig überfordert und nicht mehr wirklich denkfähig.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Urs Dupont  (udupont)
    Ich wundere mich schon lange, warum keine CH-Karte mit der "Corona-Dichte" d. h. (Todes-) Fälle pro km2 publiziert werden, damit die Massnahmen genügend und angemessen sein könnten. Wie nur schon die Kantonsstatistiken zeigen, sind die Unterschiede gigantisch. Es macht keinen Sinn, in leicht betroffenen Gegenden gleich zu reagieren, wie dort, wo die Verbreitung 1000x grösser ist. Auch wenn der Bund nun für ganz CH bestimmt, sollte dieser das unterschiedliche regionale Risiko berücksichtigen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Alex Kramer  (Kaspar)
    man stelle sich vor, die Kurve der Neuinfektionen könnte wegen so einer Massnahme abflachen, das wäre der nächste informelle GAU für unsere Bilderberg-Teilnehmer. Stattdessen reagiert man wie immer zu spät, wann es kaum mehr nützt.
    Mein Vertrauen in Parlament und Regierung ist dahin, und einen wirklich aufklärenden Arzt findet man hierzulande auch nicht. Stattdessen verteilt man alte Schutzmasken, die es dann beim nächsten Szenario nicht mehr geben soll, weil sie abgelaufen sind?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Irene Dirren  (Rugi64)
      Kaspar: die Ärzte können nur den aktuellen Wissenstand weitergeben. Ich finde unsere Regierung macht das super! Ja, wir waren nicht darauf vorbereitet, aber in dieser Situation macht die Regierung sehr gute Arbeit.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen