Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Video Bis zum Morgen wurde gesucht abspielen. Laufzeit 00:33 Minuten.
Aus Tagesschau vom 20.02.2019.
Inhalt

Lawine in Crans-Montana (VS) Pistenpatrouilleur im Spital gestorben

  • Die Lawine in Crans-Montana hat mindestens ein Todesopfer gefordert. Ein 34-jähriger Pistenpatrouilleur ist in der Nacht im Spital seinen Verletzungen erlegen.
  • Der Franzose war nach dem Lawinenabgang noch am Dienstag zusammen mit drei Leichtverletzten geborgen worden.
  • Die Suche nach weiteren Verschütteten wurde am Morgen eingestellt.
  • Die Behörden scheinen berechtigte Hoffnung zu haben, dass es keine weiteren Opfer gibt.

Der Verstorbene hatte als Pistenpatrouilleur im Skigebiet gearbeitet und half im Moment des Lawinenabgangs einer verunfallten Person auf der Skipiste. Er konnte zwar schnell geborgen werden, wurde jedoch bereits in kritischem Zustand ins Spital geflogen. Sein Arbeitskollege und die verletzte Person wurden nach Angaben der Bergbahnen von Crans-Montana ebenfalls von der Lawine erfasst. Sie kamen aber wie eine weitere Person mit leichten Verletzungen davon.

Aktuell keine Hinweise auf weitere Verschüttete

Auf weitere Todesopfer scheint es derzeit keine Hinweise zu geben. Laut Polizeisprecher Stève Léger waren auf der eingerichteten Hotline bezüglich 43 Personen Telefonate von besorgten Angehörigen eingegangen. 42 davon seien mittlerweile ausfindig gemacht worden. In einem Fall stehe die abschliessende Sicherheit noch aus. Doch es bestünden gute Gründe zur Annahme, dass sich die Person nicht in Crans-Montana befinde.

Legende: Video Polizeisprecher Léger: «Entwarnung bei mittlerweile 42 von 43 Vermisstmeldungen» (franz.) abspielen. Laufzeit 00:28 Minuten.
Aus News-Clip vom 20.02.2019.

Dennoch war die Suche nach möglichen Verschütteten in der Nacht fortgesetzt worden, weil Augenzeugen berichtet hatten, es könnten noch weitere Menschen unter den Schneemassen begraben sein. Falls es die Situation erfordert, könnten die Sucharbeiten jederzeit wieder aufgenommen werden, heisst es bei der Polizei. Die Piste bleibt weiterhin gesperrt.

Experten vermuten spontane Gleitschneelawine

Die Lawine hatte sich am Dienstag gegen 14.15 Uhr an einem Hang in der Region La Plaine Morte gelöst, dem höchstgelegenen Bereich des Skigebiets Crans-Montana. Die Piste Kandahar wurde dabei auf einer Länge von etwa 400 Metern verschüttet. Insgesamt hatte der Lawinenkegel mit einer Länge von 840 Metern, einer Breite von 100 Metern und einer Höhe von mehreren Metern ein gewaltiges Ausmass.

Nach Einschätzung des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung dürfte es sich dabei um eine spontan niedergegangene Gleitschneelawine gehandelt haben, wie sie derzeit wegen des warmen Wetters häufig vorkommen.

Der Walliser Schneeforscher Robert Bolognesi glaubt nicht, dass das Risiko unterschätzt wurde. «Diese Lawine löste sich oberhalb der üblichen Höhe von Gleitschneelawinen», sagte er der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Skirennen finden statt

Auf die Skiweltcuprennen der Damen vom kommender Woche in Crans-Montana hat der Lawinenniedergang keinen Einfluss. In Absprache mit dem Internationalen Skiverband FIS habe man entschieden, das Rennprogramm aufrechtzuerhalten, teilte das Organisationskomitee mit. Es sprach der Familie des Lawinenopfers sein Beileid und Mitgefühl aus.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

21 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ulrich Zimmermann  (Crocc)
    Wenn dieser Pistenanschnitt lawinengefährdet ist, sollte man in Zukunft den Teil sperren und verlegen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Ralf Meier  (motofan)
    War genau dort am späten Montag-Nachmittag (24 Std, vorher) am Skifahren, als ein gelber Helikopter dort "Sprengungen" an diesen Hängen durchgeführt hat. Haben danach aber keine Lawinenauslösungen gesehen. Vielleicht wurden dadurch die Hänge nur geschwächt und 24 Std. später passierte es.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Stutz  (Peter Stutz)
    Ich glaube der Walliser Polizei, dass die Lawine eine Stunde vor den Ueberschallknallen abging. Trotzdem geschieht es, dass Lawinen von Ueberschallknallen ausgelöst werden. In der unten zitierten Studie steht, dass es keinen grossen Unterschied gibt zwischen einem Ueberschallknall und einer über dem Schnee ausgelösten Explosion zur Lawinensprengung. Zudem gibt es genügend Erfahrungen von Menschen, die es erlebt haben. Das war mit ein Grund, weshalb Ueberschallflüge heute höher geflogen werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen