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Lehrplan 21 im Wallis Deutsch, Mathematik – und Tourismus

Kantonseigene Unterrichtsmaterialien sollen den Schülerinnen und Schülern die Facetten des Tourismus näherbringen.

Blick ins Schulzimmer.
Legende: Die obligatorischen Schulen im Wallis sollen sich vermehrt und professioneller mit dem Thema Tourismus auseinandersetzen. Keystone

«Vielen ist die Bedeutung des Tourismus in unserer Region oft gar nicht bewusst», sagt Konstantin Bumann. Er ist stellvertretender Schuldirektor der Schulen Saas und Leiter des Projekts «Schule und Tourismus». Während der obligatorischen Schulzeit sollen Schülerinnen und Schüler deshalb für die Thematik sensibilisiert werden.

Die Idee: In der Primarschule (Stufen 3H bis 8H) und der Orientierungsschule (9OS bis 11OS) sollen sie regelmässig Themen rund um den Tourismus behandeln, erklärt Bumann.

Es mache Sinn, sich bereits während der Schulzeit mit dem Thema Tourismus auseinanderzusetzen: «Viele Eltern arbeiten in diesen Branchen und viele der Schülerinnen und Schüler werden ebenfalls einmal dort tätig oder indirekt davon abhängig sein.»

Es macht Sinn, sich bereits während der Schulzeit mit dem Thema Tourismus fundiert auseinanderzusetzen.
Autor: Konstantin BumannProjektleiter

Es handle sich um die «Walliser Prägung» des Lehrplan 21, sagt Bumann. Das Projekt weiche also nicht vom neuen Lehrplan ab. Und es werde auch kein eigenes Fach Tourimus geben, erklärt Bumann weiter – das Thema werde vor allem in das Fach Natur, Mensch, Gesellschaft einfliessen.

Vorerst nur im Oberwallis

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Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Lehrerinnen und Lehrern, hat Unterrichtmaterialien erarbeitet, welche ab November in 40 verschiedenen Klassen im Oberwallis eingesetzt werden können. Danach wollen die Verantwortlichen Bilanz ziehen.

Ziel ist es, das Projekt ab dem Schuljahr 2019/20 auf das ganze Oberwallis auszuweiten, und später auch auf das Unterwallis.

Neben dem Kanton unterstützen auch namhafte Sponsoren das Projekt, darunter die Walliser Kantonalbank oder Valais/Wallis Tourismus. Sie verfolgen damit klare Interessen: Denn sollten sich die Kinder später für die Tourismusbranche entscheiden, könnte damit auch dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden, so Ivo Nanzer, Geschäftsführer des Wirtschaftsforums Oberwallis.

Das könnte für die Kinder ein Anreiz sein, sich später bei der Berufswahl für diese Branche zu entscheiden.
Autor: Ivo NanzerGeschäftsführer Wirtschaftsforum Oberwallis

Und auch Berno Stoffel, Präsident der Walliser Bergbahnen, sieht im Projekt eine grosse Chance: «Ich denke längerfristig wird es sogar dazu führen, dass der Tourismus als Berufsfeld wieder attraktiver wird. Es wird die Basis sein, um wieder Kompetenz im Tourismus zu erlangen.»

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