Lichterlöschen in Riggisberg - Leise Hoffnung auf Wiedergeburt

Die Geburtenabteilung des Spitals Riggisberg geht am Mittwochabend um Mitternacht definitiv zu. 22 Hebammen erhielten per Ende Juli die Kündigung.

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Bildlegende: Das Spital Riggisberg. SRF

«Wir sind masslos traurig und extrem sauer»: Mit diesen Worten kommentierte der Verein Pro Geburtshilfe Riggisberg am Mittwoch den letzten Betriebstag der Geburtenabteilung im Landspital. Der Verwaltungsrat von Spital Netz Bern und Inselspital hatte die Schliessung der Abteilung auf Ende Juli verfügt. Das Angebot rentiere nicht, zudem fehle es an Fachärzten, so die Begründung.

Der Entscheid hatte für grossen Unmut nicht nur in der Region gesorgt. Viele werdende Mütter und Väter hatten die persönliche Atmosphäre und die Geborgenheit in der Geburtenabteilung geschätzt.

Unterschriftensammlung läuft

Eine letzte Hoffnung auf eine «Renaissance» der Geburtenabteilung bleibe bestehen, betonte der Unterstützerverein und rief in Erinnerung, dass zurzeit Unterschriften für die kantonale Spital-Standort-Initiative gesammelt werden.

Das Begehren verlangt im Kern eine Bestandesgarantie für Landspitäler. Bei einem Volks-Ja müsste zudem die Geburtsabteilung in Riggisberg wieder eröffnet werden.

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