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Parlament gegen Regierung Lohn für Berner Tageseltern soll nicht gekürzt werden

Das Berner Kantonsparlament stellt sich auf die Seite der Tageseltern – und gegen die Regierung.

Legende: Video Tageseltern wehren sich gegen Lohnsenkung (28.3.2017) abspielen. Laufzeit 01:07 Minuten.
Aus News-Clip vom 28.03.2017.
  • Heute bekommen Tageseltern rund 6 Franken pro Stunde und betreutes Kind.
  • Ein Viertel weniger solle es sein, beschloss die Berner Kantonsregierung im November. Sie will so die Tagesschulen fördern.
  • Dagegen haben sich Tageseltern und Gemeinden gewehrt: Sie schickten der bernischen Gesundheits- und Fürsorgedirektion haufenweise Protestbriefe.
  • Das Berner Kantonsparlament stellt sich nun quer: Die Regierung muss zurückkrebsen.

«Tageseltern bieten ein flexibles Betreuungsangebot», sagt Ursi Flück Mösch. «Das macht für viele Arbeitnehmende Sinn». Die Tagesschule im Dorf betreue die Kinder nur an zwei Wochentagen.

Ursi Flück Mösch ist eine von vier Tagesmüttern in Diessbach bei Büren – und eine von rund 1150 Tagesmüttern im ganzen Kanton Bern. Gegen die geplante Kürzung des Betreuungsgeldes hat sie sich beim Regierungsrat beschwert.

Tagesmutter mit zwei Kindern
Legende: Ursi Flück Mösch macht ihre Arbeit als Tagesmutter gerne. Sie möchte dabei aber auch etwas verdienen. Urs Gilgen/SRF

Eine Kürzung ihres Lohnes um ein Viertel fände Ursi Flück Mösch schwierig. «Ich müsste entweder diese Arbeit aufgeben oder schauen, wie ich sonst noch Geld dazuverdienen kann.»

Parlament hat Gehör

Das Berner Kantonsparlament hat am Dienstag dem Ansinnen der Regierung eine sehr deutliche Absage erteilt. «Die Kürzung ist ungerecht», sagte SP-Grossrätin Gabi Schönenberger. Sie hat mit einer Motion gefordert, dass der Kanton auf die Anpassungen für Tagesfamilien verzichtet.

Tageseltern würden ohnehin schon wenig bekommen für ihr Engagement, begründet Schönenberger ihren Vorstoss. Sinke die Entschädigung noch weiter, werde sich bald niemand mehr finden, der einen Betreuungsplatz anbiete.

Das Parlament unterstützte die Forderung in seltener Einmütigkeit mit lediglich ein paar einzelnen Gegenstimmen und Enthaltungen. Die Regierung muss nun über die Bücher und auf die Kürzung verzichten.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Lucy Maurer (LucyLou)
    Danke liebe Ursi Flück Mösch, du hast in dem Bericht sehr schön aufgezeigt, wie enorm wichtig unsere Arbeit ist und danke, dass du jeden Tag mit viel Engagement und Freude deine Aufgabe erfüllst!
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  • Kommentar von Lucy Maurer (LucyLou)
    Ich denke, wir als Tageseltern leisten wertvolle Arbeit, genau für die Familien, die nicht die Möglichkeiten haben, einen Familienalltag zu bieten. Ein offenes Haus und offenes Herz für diejenigen, welche eben nicht auf der sonnigen Seite des Lebens gebettet sind, genau für die tun wir diese Arbeit. Der Grund, weshalb Kinder ausserhalb des Elternhauses betreut werden, ist nicht der Luxus, den sich die arbeitenden Eltern leisten wollen, nein, da spielen andere Faktoren mit.
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  • Kommentar von Jan G.E. Beugels (John Paradise)
    Das waren noch Zeiten; die Kinder kommen am Mittag von der Schule nach Hause, die Mutter hat das Essen schon auf dem Tisch, am Abend das gleiche Ritual, nur jetzt ist auch der Vater dabei. Nachher Schulaufgaben machen, Gute Nacht Geschichte und ab ins Bett! Heute wollen Allen arbeiten gehen, damit Sie sich das neueste Auto oder den Flachbildschirm leisten können. Das den Kindern dann etwas fehlt (Nestwärme z.B.) ach Alles halb so schlimm. Geraten die Kinder auf der schiefen Bahn?, na ja!!!
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