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Beschädigte Bushaltestelle.
Legende: Beschädigte Bushaltestelle im Berner Bollwerk nahe der Schützenmatte. Leonie Marti/SRF
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Demo nach Räumung Mehrere zehntausend Franken Sachschaden

Die polizeiliche Räumung eines besetzten Hauses am Mittwoch in Bern hatte in der Nacht auf Donnerstag ein Nachspiel. Ein paar Dutzend Demonstranten verursachten grosse Sachschäden.

Aus dem Umzug heraus seien Sprayereien verübt sowie Schaufenster, Bankomaten, mehrere parkierte Autos und eine Bushaltestelle beschädigt worden, teilte die Berner Kantonspolizei am Donnerstag mit.

Der Umzug war am Mittwochabend um 20:30 Uhr bei der Schützenmatte in Richtung Bierhübeli und Länggasse gestartet und von der Polizei zunächst toleriert worden. Nachdem zahlreiche Feuerwerkskörper gezündet und Sachbeschädigungen festgestellt worden seien, stoppte die Polizei die Demo.

Zerstörte Glastüre, Scherben am Boden
Legende: Zerstörte Glastüre als Folge der Kundgebung. Leonie Marti/SRF

Kein Weiterzug in die Innenstadt

Die Demonstranten zogen sich in der Folge auf die Schützenmatte zurück, wo es zu weiteren Sachbeschädigungen gekommen sei. Mit Strassensperrungen verhinderte die Polizei eine Fortsetzung der Kundgebung in der Innenstadt.

Die Polizei setzte Gummischrot ein, nachdem die Einsatzkräfte mit Petarden, Steinen und mit Farbe gefüllten Gläsern beworfen worden war. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. Mehrere Demonstrierende wurden kontrolliert.

  • 1. Zürich geht pragmatisch mit Hausbesetzungen um

    Die Stadt Zürich hat eine aktive Hausbesetzer-Szene. Zwischen 25 und 30 Gebäude sind seit Jahren besetzt. Um das Problem einigermassen in den Griff zu kriegen, hat die Stadt Zürich einen eigenen Weg gewählt. Einen pragmatischen.
    Eine alte Fabrik.
    Legende: Das besetzte Koch-Areal in Albisrieden. Ein Zankapfel in Zürich. Keystone

    Wer ein Haus besetzt, begeht Hausfriedensbruch, möglicherweise auch Sachbeschädigung. Deshalb haben Hausbesitzer die Möglichkeit, bei der Polizei Anzeige oder beim Gericht eine Zivilklage zu machen. Reicht ein Hausbesitzer in der Stadt Zürich eine Anzeige ein, wird die Polizei aktiv. Bevor diese jedoch eine Liegenschaft räumt, muss der Hausbesitzer verschiedene Auflagen erfüllen. Er muss zum Beispiel eine gültige Abbruch- oder Baubewilligung vorweisen oder eine Nachnutzung durch Dritte belegen können. Eine Räumung kommt auch in Frage, wenn Personen gefährdet oder die Liegenschaft denkmalgeschützt ist. Die Stadt Zürich geht also bei Zwangsräumungen verhalten vor und begründet dies mit dem Verhältnismässigkeitsprinzip des polizeilichen Handelns.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Manfred Sommer  (FrediSommer)
    Liebe Radioleute Sie informieren die Zuhörer nur teilweise. Die Nachbarn der besetzten Häuser müssen vielfach über Nachtruhestörungen und andere schwierige Situationen hinwegsehen. Die Polizei unternimmt nichts. Die Situation kann soweit eskalieren, dass es für die Nachbarn unzumutbar wird dort zu wohnen. Wo ist dann die Polizei? Diese hat dann ein eigenes Rechtsverständnis und wundert sich dann, dass die Azeptanz der Polizei in der Bevölkerung sinkt.
  • Kommentar von Susanne Saam  (Susanne Saam)
    Sieht eigentlich nicht viel anders aus nach gewissen Fussballspielen.....
  • Kommentar von M. Keller  (MK)
    Sieht doch gut aus, diese Bushaltestelle. Mal etwas Neues in neuem Design und nicht immer nur 0815 Standard. Ich finde dies übrigens auch sehr gut, dass die Stadt Bern nun ein weiteren Posten für Steuerausgaben finden wird. Es gibt anscheinend noch viel Überschuss aus dem 2017. Ansonsten kann ich mir nicht erklären, warum die Polizei für eine solche Hausräumung so lange braucht und dabei noch zuschaut.