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In Tafers hat es neu Velo-Haltestellen. Daniela Wohlhauser, «Mutter» der ersten Velobus-Linie im Kanton Freiburg erzählt, wie sie darauf gekommen ist.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 19.06.2020.
abspielen. Laufzeit 03:08 Minuten.
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Mit dem Velo zur Schule Velo-Haltestellen für Kinder

Der Kanton Freiburg startet eine Velobus-Linie. Erwachsene sammeln die Kinder ein und begleiten sie per Velo zur Schule.

Seit Jahren gibt es vor allem in der Westschweiz bereits einen Pedibus. 77 solche Linien gibt es mittlerweile alleine im Kanton Freiburg. Wie bei einem normalen Schulbus hat auch der Pedibus einen «Fahrplan» mit Haltestellen. Anstelle einer Chauffeurin oder eines Chauffeurs holen Eltern die Schülerinnen und Schüler ab – zu Fuss. Analog dazu testet der Kanton Freiburg jetzt begleitete Velofahrten.

Wir wollten die Kinder nicht einfach chauffieren.
Autor: Daniela WohlhauserVerantwortliche Velobus Tafers

Die erste solche Velobus-Linie ist im Rohr in Tafers entstanden. Diese Siedlung ist gut zweieinhalb Kilometer vom Dorfkern entfernt, weit für einen Schulweg zu Fuss. Vor vier Jahren haben die Eltern darum eine Velo-Fahrgemeinschaft gegründet. Je ein Elternteil fährt jeden Tag mit den bis zu sieben Kindern – alle im Alter zwischen 6 und 11 Jahren – mit dem Velo in die Schule. «Wir wollten die Kinder nicht einfach chauffieren, darum nehmen wir das Velo», sagt die Mutter Daniela Wohlhauser.

Sicherer Schulweg

Sie wurde auf das Projekt Velobus aufmerksam und beschloss, die erste Linie im Kanton zu gründen. Viel habe sich nicht geändert, sagt Daniela Wohlhauser. «Wir ziehen nun gelbe Gilets an, damit man uns besser sieht.» Sie haben jetzt aber die Möglichkeit, über den Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) Kurse zu besuchen.

Wir wollen so den Gemeinden zeigen, dass es sicherere Velowege braucht.
Autor: Daniela RodriguezVerkehrs-Club der Schweiz

«Das macht den Schulweg mit dem Velo sicher», sagt Daniela Rodriguez vom VCS. So würden Kinder lernen, sicher mit dem Velo unterwegs zu sein. Zudem erhofft sich der VCS, mit dem Velobus den Druck auf die Behörden zu erhöhen, dass diese die verwendeten Strassen schneller für den Veloverkehr ausbauen – dass sie zum Beispiel Velostreifen einrichten.

Velobus geriet ins Stocken

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Das Projekt Velobus wurde vor über 10 Jahren erstmals in Genf lanciert. In den letzten Jahren ging es jedoch etwas vergessen. Wieso, kann Daniela Rodriguez vom VCS nicht sagen. Mit dem neuen Projekt im Kanton Freiburg erhofft sich der VCS aber neuen Schwung. Freiburg möchte mindestens sechs solche Linien einführen.

Auch der Kanton Wallis möchte sechs Velobus-Linien einrichten, was nun vom VCS koordiniert wird. «Wir hoffen, dass die Coronakrise uns da ein bisschen helfen kann», sagt Daniela Rodriguez. Das Velofahren erlebe nämlich derzeit grossen Zuspruch.

Der zuständige Staatsrat Jean-François Steiert sieht dies nicht als Druck auf den Kanton Freiburg. Freiburg wolle mehr Leute auf das Velo bringen und solche Aktionen würden dabei helfen. «Das ist ein Vorbild für andere Eltern», sagt Steiert. Er sei froh um Anregungen von den Eltern. Somit wisse der Kanton besser, welche Strassen er tatsächlich sicherer machen müsse und welche nicht.

Der Kanton Freiburg möchte die Velobus-Linien fördern und zahlt den ersten sechs Gemeinden, die daran interessiert sind, bis zu 8000 Franken. Für die Koordination, die Kurse und die technische Hilfe ist der VCS zuständig.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr;

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