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Legende: Audio Mürren: Kein Aufschwung ohne Schule? abspielen. Laufzeit 06:29 Minuten.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 07.02.2019.
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Mürren verliert Schule Ein Dorf fürchtet um seinen Aufschwung

In Mürren wehren sich Bevölkerung und Unternehmen gegen die Schulschliessung. Der Aufschwung im Dorf werde ausgebremst.

Neun Schülerinnen und Schüler sind es noch, die in Mürren zur Schule gehen. Bis im Sommer soll die Basisstufenklasse noch bestehen, dann ist Schluss. Der Gemeinderat von Lauterbrunnen hat im Dezember entschieden, die Schule zu schliessen.

Dagegen regt sich Widerstand. Eine Interessengemeinschaft will für die Schule kämpfen. Sie hat Briefe an die Gemeindeverwaltung geschickt, die Leserbriefspalten gefüllt und Flugblätter in Umlauf gebracht.

Der Schulweg...

Daniela Zurbuchen hat selbst zwei Kinder in der Schule in Mürren: «Der Schulweg wird um eine Stunde länger. Die Kinder müssen mit der gefüllten Gondel ins Tal fahren, dann auf den Bus und schliesslich noch über die Strasse zur Schule in Lauterbrunnen laufen.»

Doch der Schulweg ist nur das eine. «Es geht uns auch um das Dorf», sagt Daniela Zurbuchen von der IG Pro Schule Mürren: «Die Schule macht unser Dorf attraktiv.»

Der Aufschwung...

Dieser Meinung ist auch Adrian Stähli. Er ist Hotelbetreiber und Präsident des Hoteliervereins Mürren-Lauterbrunnen: «Es passiert sehr viel in Mürren», sagt er und spricht von den neuen Bergbahnen, die entstehen sollen, oder vom Hotel Alpin Palace, in das wieder Leben einkehrt. «Das alles wird Anwohner und Familien anziehen». Damit sie auch wirklich kommen, müsse die Schule bestehen bleiben. «Diese Infrastruktur jetzt zu streichen, finde ich daneben.»

Die Entscheidung...

Er sehe schon einen leichten Aufschwung, sagt Gemeindepräsident Martin Stäger. «Aber ob wirklich Leute zuziehen, wissen wir noch nicht. In den letzten Jahren gab es vor allem Abwanderung, über die ganze Gemeinde Lauterbrunnen gesehen.»

Also keine Zuversicht im Gemeinderat, dass die Kinderzahl bald wieder merklich steigt. «Die Kantonsbehörden waren auch nicht mehr bereit, eine so kleine Schule am Leben zu erhalten.»

Hinzu komme, dass die Schülerinnen und Schüler bei einer Zusammenlegung der Klassen in Lauterbrunnen profitierten, sagt Steiger: «Wir können dort eine bessere Schule bieten.»

Neun Schüler sind zuwenig für Kanton

«Wenn die Klassengrösse unter siebzehn Kindern liegt, muss die Gemeinde etwas unternehmen», sagt Erwin Sommer, Vorsteher des Amts für Kindergarten, Volksschule und Beratung beim Kanton Bern. Das sei in Mürren seit mehreren Jahren der Fall. Daher habe die zuständige Schulinspektorin der Gemeinde Lauterbrunnen gesagt, es müsse eine Lösung her. Da eine Schulschliessung aber hart sei, habe man der Gemeinde Lauterbrunnen auch zusätzliche Zeit gewährt für den Entscheid und die Umsetzung.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Hört doch endlich auf mit der Sparerei bei Schulen! Hier spart man, aber für Strassen wird immer wieder viel Geld gesprochen.
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  • Kommentar von Christian Fuhrer  (C.F.)
    Bei uns in Saanen wurden ebenfalls kleine Schulen auf Druck von Bern geschlossen. Jedoch bezahlt unsere Gemeinde trotzdem jährlich einen hohen Millionenbetrag in den Finanzausgleich. Ob dies fair ist gegenüber der Bergbevölkerung wage ich in Zweifel zu ziehen.
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  • Kommentar von Christian Mueller  (Christian Mueller)
    Ich finde es auch schade, dass die Schule zu muss. Aber irgendwer muss die ja bezahlen. Die Mürrener wohl eher nicht. Da Geld nehmen sie hald gerne aus dem Finanzausgleich, Aber in Abstimmungen stimmen sie dann gerne gegen die, die das Geld erwirtschaften: DIe Städte. Jedes jahr fliessen Milliarden in den Finanzausgleich, das hat doch keine Zukunft oder Perspektive.
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