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Taximörder bleibt auf freiem Fuss
Aus Schweiz aktuell vom 19.06.2018.
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Nach 20 Jahren Haft Berner «Taxi-Mörder» muss nicht ins Gefängnis zurück

Die Staatsanwaltschaft hat die Beschwerde gegen die Freilassung vor dem Berner Obergericht zurückgezogen.

Der heute 42-jährige Mann wurde im Januar 2018 nach 20 Jahren Haft aus dem Strafvollzug entlassen. Er hatte im Jahre 1997 eine Taxifahrerin ermordet.

Man müsse den nun eingeschlagenen Weg weitergehen, begründete die Staatsanwältin den Rückzug der Beschwerde. Eine Gutachterin hatte eine Rückversetzung in den Strafvollzug nicht nur als «unmenschlich», sondern auch als kontraproduktiv bezeichnet.

Betreuung wird intensiviert

Die Gutachterin empfahl jedoch, die Therapien zu intensivieren, um «das Netz enger zu spannen». Dieser Aufforderung schloss sich das Obergericht an. Man werde den Vollzugsbehörden «in aller Deutlichkeit» mitteilen, dass die Betreuung intensiviert werden müsse.

Risiko als zu gering eingestuft

Der Mann wurde im Jahre 2000 wegen Mordes an einer Taxifahrerin verurteilt und anschliessend verwahrt – im Januar 2018 allerdings wieder freigelassen. Grund: Das Berner Regionalgericht hatte eine weitere Verlängerung der stationären Massnahme um fünf Jahre abgelehnt, weil es das Risiko für schwere Gewalttaten kurz- bis mittelfristig als gering einstufte.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Daniela Stadelmann-Pellicioli  (dst)
    War der Mann schon vor der Tat in Haft, oder wie geht das: 20 Jahre Haft zwischen 2000 und 2018?
    1. Antwort von Jean-Marc Meier  (MJM)
      Der Mann war vorher in U-Haft - ev. sogar im vorzeitigen Strafvollzug, welche bei einer Verurteilung mitgezählt wird. Das Delikt war nicht im 2000 (SRF bitte korrigieren) sondern am Abend des 30. Dezember 1997.
    2. Antwort von SRF News editor
      Besten Dank fürs aufmerksame Lesen und den Hinweis, wir haben diesen Lapsus korrigiert. Freundliche Grüsse, SRF News