Nationalbank-Geld: «Eine positive Überraschung für Bern»

Die bernische Finanzdirektorin hat eher nicht damit gerechnet, dass es dieses Jahr Geld von der Nationalbank gibt. Nun muss Beatrice Simon den neu geschaffenen Fonds nicht antasten.

 Passanten gehen an der Baustelle vor der Schweizerischen Nationalbank vorbei. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Nationalbank schreibt einen Milliarden-Verlust und kann trotzdem Geld an Bund und Kantone ausschütten. Keystone

«Ich rechnete tendenziell damit, dass es dieses Jahr kein Nationalbank-Geld gibt», sagt die Finanzdirektorin des Kantons Bern, Beatrice Simon. Dass die Notenbank nun doch eine Milliarde Franken an Bund und Kantone ausschüttet, sei eine positive Überraschung für alle Kantone.

Der Kanton Bern wäre allerdings gewappnet gewesen, wenn kein Geld gekommen wäre: Seit Anfang Jahr ist ein Fonds in Kraft, mit dem Jahre ohne Ausschüttung der Nationalbank überbrückt werden können. Er ist mit 160 Millionen Franken gefüllt. Das Berner Kantonsparlament hatte dem Fonds im vergangenen November knapp zugestimmt.

Nun muss der Fonds also nicht angetastet werden. Weiter gefüllt wird er allerdings auch nicht: Die 80 Millionen Franken, welche der Kanton Bern jetzt wieder erhält, übersteigen den üblichen Rahmen nicht. Damit geht das Geld in die laufende Rechnung des Kantons.

Welcher Kanton wie viel Geld von der Nationalbank erhält, hängt von der Anzahl Einwohner ab.