Zum Inhalt springen

Header

Audio
Studienleiter Hansjörg Znoj erklärt, wieso viele Kiffer keine Probleme haben
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 27.01.2020.
abspielen. Laufzeit 03:07 Minuten.
Inhalt

Neue Cannabis-Umfrage Berner Kiffer sagen: alles im Griff

Mit dem Cannabis-Konsum haben die meisten keine Probleme. Sie wenden verschiedene Strategien an, zeigt eine Umfrage.

Eine grosse Mehrheit der Cannabis-Konsumenten wendet erfolgreich Strategien an, um das Kiffen im Griff zu haben. Zu diesem Schluss kommt eine Fragebogenstudie der Universität Bern. Rund 1300 Personen beteiligten sich an der Studie, die die Stadt Bern zusammen mit der Universität Bern am Montag vorstellte.

Ohne Probleme

Aus den Befragungen geht hervor, dass der überwiegende Teil ohne negative gesundheitliche oder soziale Probleme Cannabis konsumiert. Dabei setzen die Konsumierenden auf verschiedene Strategien unabhängig von Alter, Geschlecht und Ausbildung. So vermeiden manche Konsumierenden beispielsweise vor wichtigen Aufgaben wie Arbeit, Schule oder Autofahrern den Konsum.

Cannabis soll kontrolliert verkauft werden dürfen.
Autor: Franziska TeuscherGemeinderätin Stadt Bern

Weiter kommt die Studie zum Schluss, dass wer häufiger solche Strategien anwendet, insgesamt weniger konsumiert und weniger Anzeichen von Abhängigkeit zeigt. Die Teilnehmenden, die Strategien anwenden, fühlen sich zudem subjektiv gesünder.

«Die Resultate bestätigen, was die Befürwortenden eines Richtungswechsels in der Cannabis-Politik der Schweiz schon lange postulieren», sagte die Stadtberner Gemeinderätin Franziska Teuscher vor den Medien. Das Ende der Verbotspolitik sei angezeigt.

Mit dem Modell des regulierten Verkaufs könnte man auch die etwas mehr als ein Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten erreichen, die einen problematischen Konsum aufweisen, führte Teuscher weiter aus. Beim Kontakt mit der Verkaufsstelle sehe man beispielsweise, in welcher Verfassung der oder die Konsumierende sei, sagte Teuscher.

Eine Studie zur kontrollierten Abgabe von Cannabis in Apotheken ist blockiert. Auf nationaler Ebene wird derzeit über eine Gesetzesänderung diskutiert, um solche Versuche durchführen zu können.

Ja zu einzelnen Regulierungen

Die Studienteilnehmer wurden auch zu ihrer Meinung über Regulierungsmöglichkeiten befragt. Weder ein vollständiges Verbot noch eine vollständige Legalisierung stiessen dabei auf Zustimmung. Hingegen fanden Regulierungen wie eine Altersbeschränkung, ein Werbeverbot oder Spezialgeschäfte mit geschultem Personal Zustimmung.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Anscheinend ist das Ganze nicht ganz so unproblematisch, wenn man den Canabiskonsum "im Griff" haben muss und diverster "Strategien" einsetzt um wichtigen Tätigkeiten wie Schule, Arbeit oder Autofahren ausüben zu können.
    Solche Aussagen lassen tief blicken.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Michel Koller  (Mica)
    [...]Beim Kontakt mit der Verkaufsstelle sehe man beispielsweise, in welcher Verfassung der oder die Konsumierende sei.[...] Oh ja... funktioniert ja bei Alkohol und Nikotin auch so wunderbar. Da werden Süchtige ständig abgewiesen und kriegen nichts. "Ironie aus" So ein Fragebogen zeigt in erster Linie die Selbstwahrnehmung und was sagt meine schwerstdrogensüchtige Mutter so oft? "Habe alles im Griff" "Mir geht es gut". Aber redet euch bloss weiter ein, es sei so harmlos.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Pascal Parvex  (Pascal Parvex)
      Wie ich immer sage: Bei der Drogenlegalisierung geht es nicht darum, dass Drogen harmlos sind, sondern darum, dass die Illegalität von Drogen einen gewaltigen Kollateralschaden nach sich ziehen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Franz Giger  (fjg)
    Ich habe mal einen gefragt ob er ein Problem mit dem Alkohol habe. Er sagte dann schlicht "nein, nur ohne Alkohol"...........
    Ablehnen den Kommentar ablehnen

Mehr aus Bern Freiburg WallisLandingpage öffnen

Nach links scrollen Nach rechts scrollen