Personalisierte Tickets auf dem Gurten haben funktioniert

Gross waren Ärger und Aufregung im Vorfeld des Gurtenfestivals, weil personalisierte Tickets eingeführt worden sind. Technische Probleme lösten einen Sturm der Empörung aus. Nach vier Tagen Realitätscheck ist die Bilanz besser, als zu vermuten war.

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Erfolgreicher Kampf gegen den Ticket-Schwarzmarkt

4:01 min, aus 10vor10 vom 18.7.2016

Der Sturm der Empörung hat sich gelegt. Das neue System kommt bei den Festivalbesuchern mehrheitlich gut an. Zwar ärgert noch immer viele, dass der Kauf eines Tickets komplizierter geworden ist. Dass man sich beim Kauf gleich mehrfach registrieren muss, empfinden die meisten als sehr aufwändig.

Publikum vor einer Bühne Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Organisatoren sind zufrieden - mit den neuen Tickets und auch mit dem ganzen Festival. Keystone

Vorteile auch für Festivalgänger

Diese Personalisierung hat durchaus Vorteile. Wer beispielsweise sein Billet zuhause vergisst, erhält einen Ersatz, weil er im System registriert ist. Auch wer sein Billet während des Festivals verliert, erhält einen Ersatz. Neu ist auch die sichtbare Alterskontrolle am Handgelenk: der Festivalbändel zeigt an, ob jemand die Alterslimite für Alkoholkonsum erreicht hat. Damit wurde eine längst geforderte Lücke geschlossen.

Die Veranstalter sind rundum zufrieden. Der Graumarkt sei verschwunden, der Schwarzmarkt praktisch eliminiert. Die personalisierten Tickets dürfte es deshalb auch nächstes Jahr wieder geben. Geplant ist zudem eine Tauschbörse, die der Veranstalter kontrolliert. So dürfte es auch wieder möglich sein, doch noch spontan ans Gurtenfestival zu reisen.