Zum Inhalt springen

Bern Freiburg Wallis Pestizide belasten kleinere Gewässer im Kanton Bern

Grosse Seen und Flüsse haben im Kanton Bern eine gute bis sehr gute Wasserqualität. Die Investitionen in die Abwasserreinigung hätten sich gelohnt, schreibt das Amt für Wasser und Abfall. Bei kleineren Gewässern besteht noch Handlungsbedarf: Häufig sind sie durch Pflanzenschutzmittel verunreinigt.

Pflanzenschutzmittel sollen Gemüse und Früchte primär vor Pilzbefall, Schadinsekten und Unkräutern bewahren. Der Einsatz von Pestiziden kann aber den kleineren Gewässern schaden. Schuld daran sind laut dem Gewässerschutzbericht des Kantons Bern häufig Bauern, welche beim Spritzen von Pestiziden zu nahe an die Gewässer heranfahren und die Spritzgeräte unsachgemäss reinigen.

Ein weiteres Problem sind auch die Wetterbedingungen: Wenn es beispielsweise in der Spritzperiode besonders viel regnet, schwemmen die Mittel von den behandelten Flächen in nahe Gewässer. Das setzt den dort lebenden Algen und Fischen zu.

Besonders betroffen sind laut dem Gewässerschutzbericht des Berner Amts für Wasser und Abfall kleinere Bäche und Flüsse im ackerbaulich intensiv genutzten Mittelland. So etwa der Urtenenbach, ein Nebenfluss der Emme, oder der Limpach, im Grenzgebiet von Bern und Solothurn.

Heinz Habegger, bis Ende Dezember 2015 Vorsteher des Berner Amts für Wasser und Abfall, ruft in seinem Vorwort zum Gewässerschutzbericht die Landwirtschaft dazu auf, sich stärker für den Gewässerschutz zu engagieren. Dazu brauche es ausreichende Sicherheitsabstände zu Bächen, Flüssen und Seen sowie eine kooperative Haltung der Landwirte.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Dass es nur die kleineren Seen betrifft ist zu kurz gedacht. Man tut gut daran jetzt zu handeln und nicht zu warten bis die Messwerte von Pestizieden und Plastik und Nanoteilchen zu hoch sind. Wenn die Meere schon von Plastikabfällen und verschmutzt sind, werden unsere Seen es auch sein. Es darf der Bevölkerung kein Sand in die Augen gestreut werden, sonst wird das Volk das Problem nie richtig ernst nehmen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen