Zum Inhalt springen

Header

Audio
Banal aber wirksam: «Wir wollten einen Beutel machen, mit dem das Besteck nicht angefasst wird», so Silvan Elsässer
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 15.05.2020.
abspielen. Laufzeit 04:20 Minuten.
Inhalt

Restaurants in Coronazeiten So muss das Personal das Besteck nicht anfassen

Airlines brauchen die Kotzsäckli der Firma Elag derzeit nicht. Sie hat darum neue Säckli entwickelt – für Restaurants.

Die Firma Elag aus dem bernischen Kirchberg produziert verschiedene Beutel, wie zum Beispiel die Spuck-Beutel für die Fluggesellschaften. Bis zu hundert Fluggesellschaften beziehen ihre Kotzbeutel bei Elag. Weil die Airlines aber derzeit mehrheitlich am Boden bleiben, sind die Aufträge für die Beutel eingebrochen. «Existenzängste hatten wir nie, aber wir wussten nicht, wann die Nachfrage unserer Produkte wieder da ist und ob sie gleich hoch ist wie vorher», sagt der Chef Silvan Elsaesser.

Neue Besteck-Beutel

Erst habe er sich überlegt, ob er seine Maschinen beim Produktionsstandort im Elsass so umrüsten soll, dass er Masken produzieren könne, sagt Elsaesser. Schnell habe er sich aber gesagt: «Mach lieber das, was du kannst und entwickle ein bisheriges Produkt weiter.» Elag produziert nämlich auch einen Besteck-Beutel, den einige Restaurants bereits verwenden. Dieser wurde so angepasst, dass das Besteck komplett im Beutel verschwindet. «Somit kann der Gast die Gabel, das Messer, die Serviette nehmen, ohne dass es vorher angefasst wurde», sagt Elsaesser.

Wir suchen aktiv nach neuen Mitarbeitenden.
Autor: Silvan ElsaesserGeschäftsführer Elag

Der Beutel wurde vergrössert und kann auch verschlossen werden. Eine eigentlich banale Idee, die offenbar funktioniert. «Die Auftragsbücher sind wieder voll.» In zwei bis drei Wochen könne die Produktion nach einer Phase mit Kurzarbeit wieder komplett hochgefahren werden. Elsaesser rechnet damit, dass das neue Produkt den verlorenen Teil gar überkompensiert.

Produktion um 50 Prozent steigern

Im letzten Jahr produzierte Elag 200 Millionen Besteck-Beutel – noch im alten Format. Diese Produktion könne um 50 Prozent auf 300 Millionen Stück pro Jahr gesteigert werden. Dazu brauche es aber mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche Elag bereits aktiv suche.

Zudem plant Elag bereits ein nächstes Produkt. Eine Maschine sei bereits entwickelt, welche fixfertige Besteck-Beutel für Take-aways oder Fluggesellschaften herstellen kann. «Dabei wird Holzbesteck, eine Serviette, Salz, Pfeffer und ein Zahnstocher automatisch in einen Beutel abgepackt», so Elsaesser. Damit werde auch das Besteck für Take-away-Kunden vorher nicht mehr angefasst.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr;

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Wir informieren laufend über die aktuelle Entwicklung und liefern Analysen zum Coronavirus. Erhalten Sie alle wichtigen News direkt per Browser-Push. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Tönt wie eine gute Geschäftsidee, ich habe da nur 2 Gedanken, die vielleicht bedeutsam wären: Wie kommt das Besteck in den Beutel? Müssen die Restaurants für diese Idee noch extra eine Maschine dafür kaufen? Beim Wegwerf-Set wie im Artikel beschrieben geht das ok, weil die Maschine zentral stehen kann. Aber gewöhnliche Restaurants? Ich hoffe Elag denkt nicht, dass alle auf Wegwerfbesteck umstellen sollen. Das führt gleich zum nächsten Gedanken: Präsentation des Tisch-Set im Gourmet - Bereich?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen