Zum Inhalt springen

Header

Audio
Deshalb kritisiert die Berner Regierung die BKW-Löhne
abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
Inhalt

Saläre für das oberste Kader Berner Regierung kritisiert BKW-Löhne

Der Kanton Bern als Mehrheitsaktionär erachtet die Entwicklung der Saläre als problematisch.

Der Energiekonzern BKW steht im Vorfeld der Generalversammlung vom Freitag wegen der Managerlöhne in der Kritik. «Mit Sorge» beobachtet der Berner Regierungsrat die Entwicklung der Topsaläre, wie aus einer Mitteilung vom Dienstag hervorgeht.

Thoma mit deutlich höherem Salär

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Für das Geschäftsjahr 2018 erhielt CEO Suzanne Thoma als Vergütung 2,03 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es noch 1,3 Millionen, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht.

Die Konzernleitung insgesamt erhielt 5,67 Millionen Franken – nach 4,82 Millionen im Vorjahr. Der Verwaltungsrat wurde mit insgesamt 932'000 Franken entlöhnt, nach 888'000 Franken im Vorjahr.

Von einem Reputationsrisiko für den Berner Energieversorger ist die Rede. Der Regierungsrat fordert daher vom Verwaltungsrat, das Vergütungsmodell zu überprüfen.

Gleichzeitig sei er sich bewusst, dass die auffällige Lohnsteigerung im Jahr 2018 wesentlich durch Sondereffekte verursacht wurde. Der Verwaltungsrat solle das Vergütungsmodell anpassen, um künftig eine Entwicklung dieser Art zu vermeiden.

BKW: «Entschädigungsmodell wird überprüft»

Der Verwaltungsrat der BKW hat die Forderung zur Kenntnis genommen: Er habe den Vergütungs- und Nominationsausschuss beauftragt, das heute gültige Entschädigungsmodell zu überprüfen, heisst es in einer Mitteilung des Konzerns. Verwaltungsratspräsident Urs Gasche werde sich anlässlich der Generalversammlung zu dem Thema äussern.

Über die Anträge zuhanden der Generalversammlung am kommenden Freitag werde der Regierungsrat am (morgigen) Mittwoch beschliessen.

«Ans Marktniveau heranführen»

Die BKW hatte im vergangenen Jahr den Umsatz um 7 Prozent auf 2,68 Milliarden Franken gesteigert, unter dem Strich allerdings einen zum Vorjahr um 25 Prozent tieferen Reingewinn von 203 Millionen Franken ausgewiesen.

Gleichzeitig hatte der Verwaltungsrat beschlossen, ab dem Jahr 2018 die festen Entschädigungen für den Verwaltungsrat – erstmals seit 2009 – leicht anzuheben. Zudem sollten die Gesamtvergütungen für die Konzernleitung «schrittweise an das Marktniveau herangeführt werden».

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Eine absolute Frechheit, dass überhaupt solche Saläre ausbezahlt werden. Der Stromverbraucher finanziert den obersten Bossen und Chefin ein feudales Leben. Sie müssten eigentlich mit hochroten Köpfen umherlaufen und sich in Grund und Boden schämen. Wie lange dauert es noch bis die Aktionäre und der Kanton rigoros "nein, nicht mehr so weiter" sagen? Oder sind sie auch von der Gier angefressen?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Klaus Waldeck  (kdwbz)
    Es ist an der Zeit das das immer wieder vorgebrachte Argument "Marktniveau" einmal genauer hinterfragt wird. Was sich da im Wirtschaftsleben weltweit unter dem Deckmantel der "Wirtschaftsfreiheit" abspielt muss langsam aber sicher als krankhaft bezeichnet werden. Fragt sich nur wer dieser "Elite" das Verantwortungsbewusstsein für die Gesellschaft beibringen kann.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans König  (Hans König)
    Nicht verwunderlich an der BKW Spitze ein BDP Politiker.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen