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Rundgang mit Architekt Rolf Grossenbacher: Wie Historisches im Schloss neu sichtbar wurde
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 12.06.2020.
abspielen. Laufzeit 06:25 Minuten.
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Schloss Burgdorf neu eröffnet Wie ein altes Schloss wieder «brauchbar» wird

Was tun mit edlen, aber alten Gemäuern? Burgdorf versucht es mit Jugendherberge, Museum und Restaurant.

Die Lobby war früher das Gefängnis. «Das war aus historischer Sicht nicht relevant», sagt Architekt Rolf Grossenbacher, darum ist auch kaum mehr etwas davon zu sehen. Dafür wurde hier ein historischer Holzboden aus dem Dachboden verlegt. «Handgeschlagene Riemenbretter, 270 Jahre alt.»

Bartische und Sessel in einem Raum mit breiten Holzbrettern am Boden
Legende: Über diesen Holzboden liefen schon viele Füsse. zvg/Schluss Burgdorf, Laura Gargiulo

Das Schloss Burgdorf wurde um 1200 gebaut. Von 1831 bis 2010 diente es als Sitz des Amtsbezirks Burgdorf. Nun wurde es als «Schloss für alle» mit Restaurant, Jugendherberge, Museum und Traulokal wiedereröffnet.

Das Juwel ist für den Architekten Rolf Grossenbacher der «Schiltensaal», in dem der Schultheiss einst seine Gäste empfing. Man wollte ihn zu einem Schlafraum für die Jugendherberge machen, doch dann... «Als wir einen Schrank entfernten, kam an der Wand eine Malerei hervor», erzählt Grossenbacher. «Das war eine kleine Sensation.»

Er sitzt an einem Holztisch, dahinter eine weisse Wand, auf der in grau Rundbögen und Säulen gemalt sind.
Legende: Architekt Rolf Grossenbacher: «Ich hätte Eintritt bezahlt für die Sitzungen in diesem Raum, an denen wir besprachen, wie wir ihn der Öffentlichkeit zugänglich machen.» Simon Leu/SRF

Sorgfältig entfernte man das Täfer an der Wand, so dass man es wieder hätte anbringen können. «Nun liegt das historisch wichtige Täfer im Depot. Weil man darunter etwas noch Besseres gefunden hat.» Alle hätten sich darum gerissen, hier mitzuarbeiten: Archäologie, Restauration, Denkmalpflege.

Trauzimmer statt Schlafsaal

Da war klar: Ein 6-Bett-Zimmer für eine Schulklasse konnte das nicht werden. «Man stelle sich vor, die Kinder werfen einen Teebeutel oder sonst etwas herum – unmöglich», sagt Architekt Rolf Grossenbacher. Nun können sich hier Verliebte das Ja-Wort geben.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Müller  (Hugh Everett)
    Eine weitere Chance die Burgdorf völlig vergeigt hat. Das Schloss böte DIE Traumkulisse schlechthin für ein Hotel mit gehobenem Standard. Diese müsste man nur noch in den USA, China und Indien gut vermarkten und bekannt machen und schon kämen die Touristen. Das ganze in Kooperation mit dem Grädel in Hutwil, der Schaukäserei, Willisau und dem Chemeribodenbad, wäre einzigartin in Europa. Aber eben. Man denkt klein und bleibt klein und gewährt nich mal dem Mittelalter Festivan Zugang... schade.
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  • Kommentar von Roger Stahn  (jazz)
    @SRF - Unter dem sechsten Bild (6/6) schreiben Sie: «Das Schloss Burgdorf ist auf einem Hügel am Rand der Stadt gebaut.» Eigentlich befindet sich das Schloss Burgdorf (am besten erhaltene zähringische Burganlage und von nationaler Bedeutung) am höchsten Punkt der Stadt Burgdorf, über/neben der Burgdorfer Altstadt, die bestehend aus Oberstadt und Kornhausquartier als Herz der Burgdorfer Innenstadt gilt.
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