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Schulreise mit dem Flugzeug Freiburg will kein Flugverbot in der obligatorischen Schule

Ein Verbot würde eine «Einschränkung des vielfältigen Angebots zur Folge haben», so die Kantonsregierung.

Legende: Audio Staatsrat will sensibilisieren – statt ganz verbieten abspielen. Laufzeit 01:36 Minuten.
01:36 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 01.03.2019.

Der Staatsrat antwortete auf eine Anfrage aus dem Kantonsparlament. Die Grüne Christa Mutter störte sich daran, dass eine OS-Klasse mit dem Flugzeug nach Wien reisen wollte. Der Flugverkehr trage wesentlich zur drohenden Klimakatastrophe bei.

Die Regierung schreibt, dass vorzugsweise eine Benutzung der öffentlichen Transportmittel erwartet und gefordert werde – sofern diese rationell und zweckmässig sind. Auch sei eine nachhaltige Lebensweise grundsätzlich erstrebenswert.

Rund 20 Flugreisen pro Jahr

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Im Schuljahr 2017/18 fanden laut der Regierung 41 Auslandreisen an Orientierungsschulen statt, elf davon standen in Zusammenhang mit Wahl- oder Freifächern wie Latein oder Spanisch. Für das Schuljahr 2018/19 werde mit ungefähr 33 bis 39 Auslandreisen gerechnet.

Für ungefähr die Hälfte der Auslandreisen werde aus Kosten- und Zeitgründen das Flugzeug benutzt, so der Staatsrat.

Jedoch sollen Auslandreisen mit dem Flugzeug in einer globalisierten Welt auch Platz haben, sofern sie einen Bezug zum Lehrplan haben: Zum Beispiel Latein mit Besuch von Rom, Geschichte mit Besuch von Berlin oder Kultur mit Besuch von Florenz.

Sensibilisierung statt Verbot

Die Entdeckung der Welt stehe nicht unbedingt im Widerspruch mit Umweltschutzbelangen. Ein einmaliger Auslandsaufenthalt von Schülerinnen und Schülern zu Studienzwecken und Weltoffenheit dürfe nicht mit Massentourismus gleichgestellt werden, schreibt der Staatsrat.

Statt eines strikten Verbotes wolle man Schulen eher verpflichten, der Bildung für nachhaltige Entwicklung mehr Wichtigkeit einzuräumen und Schülerinnen und Schüler für dieses Thema zu sensibilisieren.

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33 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Wieso müssen den die Jugendlichen zum Schulabschluss so grosse Reisen mit dem Flugzeug unternehmen? dabei habe ich schon oft festgestellt dass die jungen Leute noch so wenig von der Schweiz wissen. Da müssen Eltern Geld aufbringen, das sie vielleicht gar nicht haben. Bescheidenheit sollte früh beginnen, sonst erzieht man Egoisten.
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  • Kommentar von Norbert Zehner (ZeN)
    Bis vor 20-30 Jahren haben wir ach so vieles in der Schule nicht mitbekommen, weil wir entweder das Geld nicht hatten, in der "Weltkultur" rumzureisen, oder mit dem Zug nach solch beschwerlichen Nacht-Reisen (in damaligen Zügen noch mit hart gepolsterten Bänken anstelle von ergonomischen Einzelsitzen) jeglicher Aufnahmefähigkeit beraubt waren. Wage mal zu behaupten, dass wir im reflektierten Denken den Smartphone-Überall im schnellen Flugzeug-Reisenden substantiell überlegen waren.
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  • Kommentar von Felice Limacher (Felimas)
    Ein Verbot würde eine «Einschränkung des vielfältigen Angebots zur Folge haben», so die Kantonsregierung. Was für Vorbilder unsere Politiker doch sind! Wohin wird es führen, wenn es schon bald "normal" ist, dass das Flugzeug als Verkehrsmittel herhalten muss für die Schulreise? Wie abgehoben, verantwortungslose und feige ist die Politik mittlerweilen, dass sie solchen Schwachsinn nicht klar unterbindet ?
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    1. Antwort von Anita Rusterholz (Anita Rusterholz)
      „klar unterbindet“ geht nicht. Wir haben Verträge mit der EU. Das sind KEINE Empfehlungen seitens der EU, sondern Richtlinien, vertraglich gegengezeichnet. Zudem kommt Flugverkehr ins Rahmenabkommen, sollten wir diesem zustimmen. Dann kann die EU, ohne uns zu fragen, jederzeit Änderungen vornehmen. Jetzt schon krass wie alles läuft. Die EU lässt Umweltschutz im Stich, es herrscht rationaler Kapitalismus.
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