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Jugendliche auf dem Snowboard.
Legende: Skilager auf Kosten der Gemeinden? So schreibt es der Kanton Freiburg vor. Keystone
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Skilager oder Museumsbesuch Freiburg bittet die Gemeinden zur Kasse

Der Kanton setzt ein Bundesgerichts-Urteil um: Eltern müssen für Schulausflüge nicht mehr aufkommen.

Der obligatorische Unterricht ist unentgeltlich, hält das Bundesgericht fest. Deshalb gelte ab sofort Folgendes für den Kanton Freiburg, schreibt Erziehungsdirektor Jean-Pierre Siggen in einem Brief an die Gemeinden und Schulleitungen.

Die Eltern sind nicht mehr verpflichtet, sich an den Kosten für schulische Aktivitäten wie Schullager und kulturelle Besichtigungen zu beteiligen.
Autor: Brief der Erziehungsdirektion

Nur noch Kosten für die Verpflegung bis maximal 16 Franken pro Tag dürfen verrechnet werden.

Olivier Flechtner, Gemeinderat von Schmitten ärger sich über das Vorpreschen des Kantons Freiburg. «Hier wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.» Er fordert: Auch der Kanton muss sich finanziell engagieren. «Es kann nicht sein, dass alles auf die Gemeinden abgewälzt wird.»

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Schmitten ächzt unter Direktive des Kantons
04:36 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 30.01.2018.
abspielen. Laufzeit 04:36 Minuten.

Die Primarschule Schmitten hat pro Jahr viele Aktivitäten. Skilager, Museumsbesuch, Schlittschuhlaufen. Die motorischen Fähigkeiten würden trainiert, sagt Schulleiterin Fabienne Klaus. «Auch die Selbständigkeit wird gefördert.»

Je nach Schulstufe zahlen die Eltern unterschiedlich hohe Beiträge. Zählt man die Elternbeiträge aller Schülerinnen und Schüler zusammen sind das 45'000 Franken pro Jahr.

Warum Freiburg sofort handelt

Für den Freiburger Bildungsdirektor Jean-Pierre Siggen lässt das Bundesgerichtsurteil keinen Interpretationsspielraum zu. Zudem: Das Freiburger Schulgesetz sieht bereits vor, dass Gemeinden statt Eltern für die Kosten von Exkursionen aufkommen müssen.

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Der Freiburger Bildungsdirektor erklärt sich.
02:21 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 31.01.2018.
abspielen. Laufzeit 02:21 Minuten.

Bern wartet ab

Erziehungsdirektor Bernhard Pulver will nicht dramatisieren. «Wir haben das bis jetzt pragmatisch gehandhabt mit den Kosten für obligatorische Schulausflüge. Wir werden das auch jetzt tun.» Eine Beteiligung des Kantons steht für ihn ausser Frage.

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Bernhard Pulver: «Entscheid wird überinterpretiert»
03:01 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 30.01.2018.
abspielen. Laufzeit 03:01 Minuten.

Der Walliser Erziehungsdirektor tobt

«Die Bundesrichter haben den gesunden Menschenverstand verloren», empört sich der Walliser Erziehungsdirektor Christoph Darbellay. Mit nur 16 Franken pro Tag lasse sich kein Schulausflug finanzieren. Die Erziehungsdirektoren-Konferenz müsse eine Lösung suchen.

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Christophe Darbellay: «Hat mich sehr enttäuscht»
02:51 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 30.01.2018.
abspielen. Laufzeit 02:51 Minuten.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Bei einem Schneesportlager von 6 Tagen ergibt das ca. CHF 100.-- pro Kind, das die Eltern auch nach BG zu entrichten hätten. Was ich nicht in Ordnung finde ist, dass in diesem Fall die Eltern von Kindern die ihre Geräte mieten müssen bevorzugt behandelt würden, da die Gemeinde für die Meite aufkommen müsste. Eltern von Kindern die ihre eigenen Geräte mitbringen, haben das Nachsehen.
  • Kommentar von martin blättler  (bruggegumper)
    Zu meiner Schulzeit hat man eine Klassenkasse geäufnet,mit diversen freiwilligen Aktivitäten.Dieser Fleiss wurde mit gut aufgerundeten Beträgen belohnt.
    So fördert das Bundesgericht die Vollkaskomentalität.
    Interresanterweise reichts aber immer für das neuste Verdummungsphon.
  • Kommentar von Jürg Brauchli  (Rondra)
    Bin dafür, dass due Gemeinden auch Markenkleidung finanzieren müssen, damit arme Schüler nicht gemobbt werden...
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Ich glaube dies ist kein guter Platz für doofe Witze auf Kosten der Schwächsten.
    2. Antwort von Jürg Brauchli  (Rondra)
      Erstens kein Witz, sondern Ironie.
      Zweitens leider der Realität entsprechend.