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Jörg Moser im Gespräch über seine grosse Spende
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 25.05.2020.
abspielen. Laufzeit 09:05 Minuten.
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Spende fürs Lauberhorn-Rennen Jörg Moser: «Ich erwarte keine Gegenleistung»

Der Emmentaler Unternehmer hat 300'000 Franken an Swiss Ski gespendet – um eine Tradition zu retten, wie er sagt.

Jörg Moser, der Besitzer des Restaurants, Seminarhotels und Volksmusikzentrums Lueg im Emmental, handelte rasch, als es zwischen dem Schweizer Skiverband und den Organisatoren des Lauberhorn-Rennens zum Eklat kam. Swiss Ski hatte beantragt, den Traditionsanlass aus dem Rennkalender zu streichen. Unternehmer Moser spendete 300'000 Franken, worauf Swiss Ski den Antrag zur Streichung der Rennen in Wengen zurückzog.

Jörg Moser

Jörg Moser

Unternehmer

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Der 66-jährige hat ein Architektur- und Generalunternehmen in Ittigen und ist Besitzer des Volksmusikzentrums Lueg im Emmental. Jörg Moser war in den letzten Jahren in den Medien präsent, weil er auf der Lueg eine Dachkonstruktion über der Schwingarena baute – ohne die nötige Baubewilligung, wie das Bundesgericht später entschied. Die Konstruktion musste wieder entfernt werden.

Das Volksmusikzentrum Lueg beinhaltet ein Seminarhotel und Restaurant. Beides ist derzeit aufgrund der Corona-Krise geschlossen.

SRF News: Sehen Sie sich als Retter der Lauberhorn-Rennen?

Jörg Moser: Nein, da gibt es auch andere Faktoren neben meiner Spende. Aber unsere Vorfahren haben die Lauberhorn-Rennen aufgebaut, sie waren Pioniere. Und das ganze Oberland profitiert davon, die Schweiz ist dadurch bekannt geworden und die Leute warten darauf. Die Lauberhorn-Rennen gehören zur Kultur unseres Landes.

Sie sind der Erste und Einzige, der das Portemonnaie auftut. Was hat Sie gestochen?

Ich habe das Schweizer Volksmusikzentrum Lueg gegründet – wir unterstützen die Volkskultur und die Volksmusik. Ab 1. August wird es auch eine Stiftung geben. Dort wird wieder Geld sein, um Traditionen zu unterstützen und zu erhalten und an die Jungen weiterzugeben.

Wir dürfen die Rennen nicht wegputzen.
Autor: Jörg MoserEmmentaler Unternehmer

Die Lauberhorn-Rennen gehören auch dazu. Sie sind eine Tradition, die wir brauchen. Wirtschaftlich, für den Tourismus, für das Ansehen der Schweiz. Das dürfen wir nicht verlieren.

Sie sind selber Unternehmer – sollte es nicht darum gehen, eine langfristige Lösung zu finden, statt einfach einmalig Geld zu geben?

Mein unternehmerischer Denkansatz ist der, dass dies eine Anschubfinanzierung ist, damit die Rennen mal gesichert sind. Swiss Ski wird ein Spendenkonto eröffnen, also gibt es sicher noch andere Leute, die mithelfen. Die 300'000 Franken geben Swiss Ski Luft, die Strukturen sauber nachzuziehen und Verkaufsförderungsmassnahmen zu erarbeiten. Sie haben jetzt anderthalb Jahre Zeit, bis 2022. Ich bin sicher, sie schaffen das.

Erwarten Sie eine Gegenleistung?

Nein, das erwarte ich nicht. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und mir liegt das Volksmusikzentrum sehr am Herzen. Für mich gehören da die Lauberhorn-Rennen dazu. Vielleicht werden die Athletinnen und Athleten von Swiss Ski mal ein Seminar machen auf der Lueg – das wäre ja ein Plus fürs Emmental, wenn die Skigrössen hierherkommen.

Steht über dem Hundschopf auf einem Bogen dann «Jörg Moser»?

Nein, ich stelle mich nicht in den Vordergrund. Es geht um die Sache.

Das Gespräch führte Michael Sahli.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Patrick Vollenweider  (Paddington73)
    Grandios - Menschen wie Jörg Moser braucht die Schweiz: das Herz am richtigen Ort, Mut für Neues und Vorbild für Jung und Alt- Bravo! Ich werde dem spontanen Iniziator folgen und ebenfalls Spenden. Randnotiz - der Journalist hat seinen Job verfehlt.
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  • Kommentar von Robert Teuscher  (Teuscher)
    Also wirklich sehr sympathisch der Herr Moser.
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  • Kommentar von Walter Matzler  (wmatz)
    Richtig! Wenn Private die an solchen Events interessiert sind Geld einschiessen und Defizite decken, habe ich nichts dagegen. Das ist nicht Sache der öffentlichen Hand, wie von Herrn Lehmann verlangt wird. Wo kommen wir hin, wenn wir alle Profisportler - die in guten Zeiten massiv profitieren - mit Steuergelder absichern wollen, wenn es einmal nicht mehr so rentabel läuft?
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