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Lötschberg-Basistunnel muss 2022 gesperrt werden
Aus Schweiz aktuell vom 19.09.2019.
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Sperrung Lötschbergbasistunnel «Die Reise wird sich um eine halbe Stunde verlängern»

Der Lötschbergbasistunnel wird ausgebaut. Grund zur Freude – eigentlich. Doch die Bauarbeiten bedingen eine komplette Sperrung. Diese wird mehrere Monate dauern, wie BLS-Mediensprecher Stefan Dauner bestätigt.

Stefan Dauner

Stefan Dauner

Mediensprecher BLS

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Seit April 2016 ist Stefan Dauner Mediensprecher der BLS AG. Er studierte an der Universität Lausanne und schloss diese mit dem Master in Public Management and Policy ab.

SRF News: Warum wird eine totale Sperrung nötig für den Teilausbau des Lötschbergbasistunnels?

Stefan Dauner: Es sind intensive Bauarbeiten, wir müssen eine grosse Weiche einbauen. Diese Weiche hat auch Auswirkungen auf das Tunnelprofil, je nachdem wie lange diese Weiche wird. Die Arbeiten können nicht durchgeführt werden, wenn Züge nebenan vorbeifahren. Und sie sind nicht in einer Nacht erledigt.

Wie lange wird diese Sperrung dauern, ein halbes Jahr?

Wir gehen von einer mehrmonatigen Sperrung aus. Im Moment sind wir dabei, mehrere Varianten zu prüfen. Je nachdem wie gross die Weiche wird, wie schnell wir darüber fahren wollen. Diese Faktoren haben Auswirkungen darauf, wie lange die Arbeiten dauern werden. Sicher ist: Es werden mehrere Monate sein. Wir schauen jetzt, dass es nicht zu viele werden.

Wann wird es zu dieser Sperrung kommen?

Wir hoffen, dass wir 2022 mit den Bauarbeiten beginnen können, 2028 sollen sie abgeschlossen sein. Wann genau die Sperrung nötig sein wird, wissen wir noch nicht. Wahrscheinlich können wir nächstes Jahr genaueres sagen.

Was heisst das konkret für die Reisenden zwischen Bern und dem Wallis?

Wir sind dabei ein Ersatzkonzept zu erarbeiten – zusammen mit der SBB. Grösstenteils werden die Züge über die alte Strecke, die Bergstrecke fahren.

Heisst das, dass Sie weniger Leute befördern können?

Es wird ein Ersatzangebot geben, damit das Wallis nicht von der Schweiz abgeschnitten ist, das ist uns wichtig. Wir wollen die meisten Leute, die hin- und herfahren, über die Bergstrecke befördern können.

Aber die Reisezeit verlängert sich?

Ja, das ist so. Die Reise wird sich um eine halbe Stunde verlängern.

Das Gespräch führte Mirjam Spreiter.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Stettler  (Laeckerli)
    Nachfrage - was wird genau ausgebaut? Kann das noch ergänzt werden in Ihrem Bericht hier. Danke
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Stest sich schon die Frage: Warum hatte man die Weitsicht nicht und hätte es beim Bau schon so gemacht?
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  • Kommentar von Peter Müller  (PeRoMu)
    Für mich immer noch nicht nachvollziehbar, weshalb der Lötschberg-Basistunnel seinerzeit nicht gleich auf Doppelspur ausgebaut wurde. Am Geld kann's ja wohl nicht gelegen haben. Ich vermute wohl eher Kalkül der Baulobby, die damals wusste, dass sich mit dem nachträglichen Ausbau ein Mehrfaches verdienen lässt, als wenn von Anfang an Doppelspur gebaut wird.
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    1. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      Es waren zwei Parteien im Bundesrat und in den Räten. Die einten wollte nur einen Bahnkorridor mit der Gotthardstrecke und die die anderen wollten zwei Bahnkorridore. Im April 1996 wurde beschlossen, beide zu bauen. Leider fehlten die Finanzen und es wurde eine schweizerische Teillösung beschlossen. Die Kosten sind natürlich viel höher, als man beide Röhren total ausgebrochen hätte. Das ist eben Schweizerkonsenspolitik. Sie können die Geschichte auch Googeln.
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