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Ständeratswahlen Kanton Bern Einzelkämpfer bei den bürgerlichen Parteien

Die bürgerlichen Kandidaten und Kandidatinnen steigen alleine in den Wahlkampf. Die Unterschiede sind zu gross.

Legende: Audio Die SVP steigt wie die andern bürgerlichen Parteien alleine in den Wahlkampf abspielen. Laufzeit 04:29 Minuten.
04:29 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 04.03.2019.

Werner Salzmann ist Präsident der SVP Kanton Bern und Kandidat für den Ständerat. Mit der EU-Befürworterin Christa Markwalder von der FDP könne er schlecht einen gemeinsamen Wahlkampf führen, sagt die Berner SVP-Geschäftsführerin Aliki Panayides.

Und auch mit der BDP-Kandidatin Beatrice Simon – ihre Partei ist einst aus abtrünnigen SVP-Mitgliedern entstanden – wird der SVP-Kandidat nicht im Duo auftreten. Punktuell werde es zwar gemeinsame Auftritte mit anderen bürgerlichen Kandidierenden geben, sagt Panayides. «Wir sind offen. Aber die Hauptaktivitäten im Wahlkampf werden wir alleine bestreiten.»

BDP geht ebenso alleine

Auch BDP-Kandidatin Beatrice Simon blickt einem Solo-Lauf entgegen: «Aktuell ist mir nicht bekannt, dass es irgendwelche Zusammenschlüsse geben wird.» Auf die zweite Linie des Wahlzettels sollten die Wählerinnen und Wähler einfach den Namen eines Bürgerlichen schreiben. Das sei alles, was man empfehlen werde.

Damit dürfte auch die FDP wohl oder übel allein in den Ständeratswahlkampf ziehen. In der politischen Mitte werden die Grünliberalen und die EVP jeweils alleine auftreten, heisst es bei den Parteileitungen auf Anfrage von Radio SRF.

Zusammenschluss auf der linken Seite

Ganz anders sieht es auf der Gegenseite aus, bei Links-Grün. Dort haben gemeinsame Wahlkämpfe Tradition und das ändert sich auch dieses Jahr nicht. Vom politischen Spektrum her liege es auf der Hand, dass man sich zusammenschliesse, sagt Mirjam Veglio, Co-Präsidentin der SP im Kanton Bern: «Wir wollen das ganze Wählerpotential abholen bei den Leuten, die sozial denken oder sich für Umweltthemen interessieren.»

Gemeinsam will man so gegen den bürgerlichen Block antreten. Die Grünen haben entsprechend auch schon einen Grundsatzentscheid für ein Zweierticket beschlossen. Allerdings hat die Grüne Regula Rytz durchaus Chancen, SP-Kandidat Hans Stöckli zu überholen. Man ist also sozusagen Freund und Konkurrenz.

Und im zweiten Wahlgang?

Es stellt sich noch die Frage, wie sich die Parteien in einem zweiten Wahlgang verhalten. Wen werden sie dann unterstützen? Dass es einen zweiten Wahlgang geben wird, ist bei sieben Kandidatinnen und Kandidaten ziemlich sicher.

Die Kandidierenden im Kanton Bern

Für die Ständeratswahlen vom 20. Oktober 2019 sind bisher sieben Kandidierende im Rennen, davon sind sechs von ihren Parteien nominiert worden. Es sind (alphabetisch geordnet): Kathrin Bertschy (GLP), Christa Markwalder (FDP), Regula Rytz (Grüne), Werner Salzmann (SVP), Beatrice Simon (BDP), Marianne Streiff (EVP).

Beim bisherigen SP-Ständerat Hans Stöckli ist die Nomination durch seine Partei nur noch Formsache.

Der zweite bisherige Ständerat, Werner Luginbühl (BDP), tritt nach zwölf Jahren im Amt nicht mehr an. Es gibt also eine Vakanz.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (jolanda)
    Bei den jeweiligen Ständeratswahlen werden diese egoistischen und parteiideologischen Grabenkämpfe gut und klar sichtbar! Da werden persönliche und ideologische Spiele und Kalkulationen wichtiger, als den Kanton als Ständerat im "Stöckli" zu vertreten! Es liegt nun an uns Berner(innen), an der Urne die fähigsten und ehrlichsten Kandidaten(innen) zu wählen. Nicht Parteisoldaten oder Ideologen gehören in den Ständerat, sondern Volks(Standes)vertreter, die zu unseren erfolgreichen Werten stehen!
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