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Streit um A5-Westast in Biel Jetzt macht auch Biel Druck auf den Kanton

Der Kanton Bern muss den Alternativ-Vorschlag zum Autobahnprojekt prüfen. Biel fordert völlige Transparenz und Dialog.

  • Die kantonale Baudirektion muss eine Alternative der Opposition zum offiziellen Autobahnprojekt A5-Westast Biel prüfen. Das ist ein Auftrag des Kantonsparlaments.
  • Das Komitee «Westast-so-nicht» hatte eine Tunnel-Variante vorgelegt ohne die beiden Anschlüsse auf Stadtgebiet. Sehr umstritten ist der grosse unterirdische Anschluss Biel-Centre im Stadtzentrum.
  • Jetzt stellt auch die Stadt Biel Forderungen: Der Gemeinderat will verhindern, dass diese Prüfung nur verwaltungsintern stattfindet. Deshalb sei ein völlig transparenter Dialog auch mit dem Komitee «Westast-so-nicht» nötig.
  • Bei dieser Prüfung sei nicht nur der Verkehr zu berücksichtigen, sondern auch die Auswirkungen auf Stadtbild, Umwelt und Gesellschaft. Das will auch das Bieler Stadtparlament.
Animation des Autobahn-Anschlusses Biel-Centre
Legende: Kernpunkt des Widerstandes: Der unterirdische Anschluss Biel-Bienne Centre im offiziellen Projekt des A5-Westasts. zvg BVE Kanton Bern

Mit dieser Forderung macht der Gemeinderat einen gewissen Sinneswandel deutlich. Bis jetzt hatte die Stadtregierung das offizielle Projekt des Bundes unterstützt. Jetzt signalisiert sie, dass man um den Widerstand aus der Bevölkerung offensichtlich nicht herumkommt, auch wenn alle planerischen Verfahren längst abgeschlossen sind.

Der Kanton wird das Dossier also auch nach 40 Jahren Planung und einem fertigen Ausführungsprojekt des Bundes nicht so schnell los. Er hatte bisher argumentiert, das Alternativprojekt bringe beim Verkehr nicht die gewünschte Wirkung und der Bund sei nicht mehr bereit, die Verfahren nochmals aufzurollen. Dem Kantonsparlament genügt das nicht, es will Fakten sehen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von tom schneeberger (tomm)
    Es ist traurig, dass die Behörden immer erst spät und auf Druck erwachen. Zuerst machen Bund, Kanton und Gemeinden einen Pakt, geben allen ein kleines Zückerchen, um Kritik zum Verstummen zu bringen. Aber nun gibt es Hoffnung, dass der Durchmarsch der Betonlobby nicht so einfach gelingt. Das Nationalstrassenrecht ist schlicht nicht mehr zeitgemäss, denn es setzt eigentlich die Demokratie ausser Kraft. Heute dürfte der Bund als Autobahnbauer nach Gutdünken enteignen, zerstören, und Verkehr säen.
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