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Ein Koch steht in einer grossen Küche am Herd.
Legende: Der Koch Rickard Fouque arbeitet seit vier Jahren Parc Hotel Freiburg. Patrick Mülhauser/SRF
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Bern Freiburg Wallis Stress am Arbeitsplatz: Freiburg betreibt Prävention

In der Schweiz klagen viele Arbeitnehmer über zu viel Stress am Arbeitsplatz. Die Folge sind Ausfälle wegen Krankheit. Das Freiburger Arbeitsamt berät Firmen und lobt das Parc Hotel in der Stadt Freiburg als vorbildlich.

Monique Chappuis arbeitet seit acht Jahren im vier Sterne Hotel «Au Parc Hotel» in Freiburg. Sie habe nur einmal länger gefehlt. «Mein Fuss war im Gips.» Die 56-Jährige fühlt sich von den Chefs ernst genommen. «Sie haben immer ein offenes Ohr für meine Anliegen.» Raymond Surchat, Direktor des vier-Sterne-Hotels legt grossen Wert darauf.

An regelmässigen Sitzungen können die Angestellten sagen, was ihnen am Herzen liegt. «Das ist gut für die Angestellten und für das Hotel.» Er hat seinen Angestellten sogar einen Coach zur Seite gestellt. Dieser soll unter anderem zeigen, wie man mit aggressiven Gästen umgehen kann.

Die Personalführung von Raymond Surchat trägt Früchte. Die Leute fehlen fast nie wegen Krankheit. Und auch die Fluktuation ist gering. «Die einzigen Angestellten, die in den letzten fünf Jahren gewechselt haben, sind die Lehrlinge», sagt der Direktor.

Der Kanton hilft

Das Freiburger Arbeitsamt steht Unternehmen beratend zur Seite. Ein Mitarbeiter mache auf Wunsch eine Situationsanalyse, sagt Charles de Reyff, Chef des Freiburger Arbeitsamtes. «Manchmal geht es darum, die Arbeitsorganisation zu überdenken oder die Kommunikation zu verbessern.» Es gehe darum, das Bewusstsein für Stresssituationen zu fördern. «Oft reichen kleine Veränderungen, um die Situation der Mitarbeiter zu verbessern», ist Charles de Reyff überzeugt.

Das Unternehmen profitiert ebenfalls. Längere Ausfälle belasten die Unternehmen und die Volkswirtschaft. Die Kosten betragen in der Schweiz jährlich mehrere Milliarden Franken.

Gute Zahlen im letzten Jahr

Der Freiburger Arbeitsmarkt war 2014 stabil. Das geht aus dem Jahresbericht des Amtes für den Arbeitsmarkt (AMA) hervor. Die Arbeitslosenquote von 2,9 Prozent war die tiefste der Westschweiz. Die Frankenstärke verdüstert jedoch die Aussichten. Dies erhöht das Risiko, dass einige Arbeitnehmer mehr Stress am Arbeitsplatz haben werden.

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