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Bern Freiburg Wallis Studie zur Reitschule stärkt Berner Stadtregierung den Rücken

Die Autoren der Uni Basel kommen zum Schluss, dass die Stadt Bern schon heute vieles richtig mache. Die Leistungsverträge seien ein gutes Mittel, den Dialog zwischen Stadt und Reitschule zu fördern. Die Studie regt an, die Drogenanlaufstelle und den «Sleeper» zu verlegen.

Legende: Video Reitschule Bern: Studie fordert Weiterführung des Dialogs abspielen. Laufzeit 03:15 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 05.03.2015.

Der Gemeinderat veröffentlichte am Donnerstag eine Studie, die er beim Basler Professor Ueli Mäder in Auftrag gegeben hat. Sein Team setzt sich auf 120 Seiten eingehend mit der Bedeutung der Reitschule für Bern und mit ihren Problemen auseinander.

Dialog ist «wichtigstes Instrument»

Die Autoren kommen zum Schluss, dass die Stadt heute bereits vieles richtig mache. Dialog sei das wichtigste Instrument, um Konflikte im Umfeld von Reitschule, Vorplatz und Schützenmatte zu verhindern. Die Leistungsverträge seien ein probates Mittel, um den Dialog zwischen Reitschule und Stadt zu fördern.

Die «unterschiedlichen Positionen zwischen Exponenten der Reitschule und der Polizei» seien «nur begrenzt überwindbar», schreiben die Autoren der Studie weiter. Es gelte aber, «die Gespräche allen Schwierigkeiten zum Trotz aufrechtzuerhalten».

Allerdings dürfe man nicht alles der Reitschule anlasten, was im Perimeter Schützenmatte geschehe. Dass dort zum Beispiel mit Drogen gehandelt werde, liege auch an der unübersichtlichen Situation mit den vielen Parkplätzen und an der Nähe von Drogenanlaufstelle und «Sleeper». Der Drogendeal liesse sich vermindern, indem man die Schützenmatte einfacher gestalte und belebe, vermuten die Autoren. Sie stellen auch eine Verlegung von Drogenanlaufstelle und «Sleeper» zur Diskussion.

«Wertvolle Grundlage»

Der Gemeinderat bezeichnet die Studie als «wertvolle und hilfreiche Grundlage für den künftigen Umgang mit der Reitschule». Inwiefern er die Vorschläge umsetzen will, lässt er offen.

Die Reitschule wird im Berner Gemeinderat zur Chefsache. Stadtpräsident Alexander Tschäppät übernimmt das Dossier turnusgemäss von Sicherheitsdirektor Reto Nause. Der Wechsel erfolgt auf Wunsch von Nause.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Die "Experten" aus der Universität Basel und die Berner Stadtregierung bilden ein unverrückbares Ideologenpaket! Kein Mensch, der sich das ganze Leben lang an Rechte und Pflichten hält, erwartet eine andere Sichtweite über und zum nationalen "Schandfleck" neben dem Berner Bahnhof! Es wird langsam höchste Zeit, dass diese Anarchisten-Hochburg einmal von neutralen und politisch unvorhereingenommenen Analysten deklariert, bewertet und ehrlich einen Bericht aus Anstand und Ethik zu lesen wäre?
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    1. Antwort von M. Hess, Bern
      Waren Sie schon mal in der Reitschule, Herr Bolliger, und können das objektiv beurteilen? Und was stört sie an der RS? Sie wohnen ja im Seeland?
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  • Kommentar von Hans König, Häusernmoos
    Wenn man die Situation an Ort kennt, ist dies eine Gelegenheitsstudie von gleichgesinnten links-grünen Parteifreunden. Die Reitschule auf der Schützenmatte ist ein Schandflecken für die Stadt Bern. Aus diesem wertvollen Platz könnte man mehr machen, als ein Kiffer- und Chaotentreffpunkt sowie Parkplätze.
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    1. Antwort von Marc Caduff, Murten
      Herr König. Und dann? Sind Sie wirklich der Meinung, dass es keine Kiffer und Chaoten mehr gibt in Bern, wenn die Reitschule weg ist? Kurzfristiges denken von Ihnen...
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    2. Antwort von Beat Kessler, Stadt Bern
      Sehr geehrte Damen und Herren. Leider liegen sie mit ihrer Anahme falsch, dass es in der Reitschule nur Chaoten und Dieler hat. Wer in der Reitschule ab und zu ein Bier trinken geht, weiss genau, dass die meisten Menschen dort Bürger wie sie und ich sind!!! Weit problematischer sind andere Stadtteile, Berner wissen das......
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