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Tag der offenen Tür Aus Kapuzinerkloster wird Lebensraum für psychisch Kranke

Wo früher Mönche gebetet haben, leben jetzt psychisch kranke Menschen. Das Gebäude heisst neu «Lebensraum Portiuncula».

Im ehemaligen Kapuzinerkloster in Brig-Glis leben jetzt Menschen mit einer psychischen Behinderung. Das Gebäude wurde von der Sozialstiftung Emera übernommen. Die Stiftung betreut Menschen mit einer körperlichen, geistigen und psychischen Behinderung im ganzen Kanton Wallis.

Dario Andenmatten ist Direktor der Bereiche Wohnen und Beschäftigung der Stiftung Emera und meint: «Das ehemalige Kapuzinerkloster bietet ideale Räumlichkeiten für die 16 psychisch kranken Menschen, die hier leben.» Ideal sei, dass das Gebäude mitten in der Stadt Brig-Glis liege und die psychisch Kranken so einfach in Kontakt mit der Bevölkerung kommen würden, so Andenmatten. Zudem biete der grosse Garten viel Raum für Erholung und Arbeit.

Der Geist der Kapuziner-Mönche lebt im Lebensraum Portiuncula weiter.
Autor: Dario AndenmattenDirektor Wohnen und Bechäftigung Emera Oberwallis

Im Mai letzten Jahres wurde bekannt, dass das Kapuzinerkloster in Brig seine Pforten schliessen muss. Die Ordensbrüder wurden immer weniger und immer älter, Nachwuchs ist nicht in Sicht. Damit ging eine 360-jährige Präsenz der Kapuziner im Oberwallis zu Ende. Portiuncula veweist auf einen kleinen Ort in der Nähe von Assisi. Man habe diesen Namen ausgewählt, um mit dem Geist der Kapuziner in Verbindung zu bleiben.

Nun aber wurde den alten Mauern wieder Leben eingehaucht. Anfang September zogen bereits einige Menschen mit einer psychischen Behinderung ins «Portiuncula» ein. «Das Portiuncula ist ein Lebensraum und kein Heim» betont Dario Andenmatten. Die Menschen sollen sich hier wohl fühlen und zur Ruhe kommen.

Tag der offenen Tür

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Morgen Samstag ist Tag der offenen Tür im ehemaligen Kapuzinerkloster. Bei der offiziellen Eröffnung des Lebensraums «Portiuncula» werden neben dem Briger Stadtpräsidenten Louis Ursprung und Staatsrätin Esther Waeber-Kalbermatten auch die Kapuziner-Mönche mitfeiern. «Fünf Kapuziner werden bei uns übernachten. Sie sollen sehen, was aus ihrem früheren Zuhause geworden ist», sagt Dario Andenmatten von der Stiftung Emera.

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