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Legende: Audio Geologe Ueli Gruner zum Felssturz im Gadmental abspielen. Laufzeit 02:20 Minuten.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 02.09.2019.
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Triftbrücke im Gadmental «Der tödliche Felssturz war ein unglücklicher Zufall»

Am Samstag stürzten 25 Kubikmeter Fels auf einen Wanderweg. Kein ungewöhnliches Ereignis, sagt der Geologe.

Eine 45-jährige Wanderin und ihr Begleiter waren am Samstagvormittag im Bereich der Triftbrücke im Gadmental im Berner Oberland unterwegs, als sich ein Stück Fels aus der Wand löste und die Frau verschüttete. Trotz sofortiger Rettungsmassnahmen konnte die Wanderin aus dem Kanton Solothurn nur noch tot geborgen werden.

Berge sind stets in Bewegung

Der tödliche Felssturz habe nicht vorausgeahnt werden können, sagt Geologe UelI Gruner. Der Experte für Naturgefahren beurteilte den Steinschlag bei der Triftbrücke am Samstag vor Ort. «Der tödliche Felssturz war ein unglücklicher Zufall», so Gruner.

Solche Ereignisse kämen in den Bergen hunderte Male pro Jahr vor, das sei nichts Ungewöhnliches. Ausgelöst werden sie durch das Wechselspiel von Kälte, Wärme, Regen und Eis. Aufgetauter Permafrost habe in diesem Fall keine Rolle gespielt, denn der Unglücksort liegt auf 1800 Metern über Meer.

Ein Restrisiko bleibt immer.
Autor: Ueli GrunerGeologe und Experte für Naturgefahren

Aufgrund des grossen Gebiets sei eine flächendeckende Überwachung nicht möglich und auch nicht sinnvoll. «Wir machen aber mögliche Gefahrenzonen ausfindig und installieren Messpunkte», sagt Geologe Ueli Gruner. Der Fels am Unglücksort habe kompakt ausgesehen, man habe bei der letzten Überprüfung nicht von einer Gefahr ausgehen können. «Für alle Wandererinnen und Wanderer bleibt in den Bergen immer ein Restrisiko bestehen», so Gruner weiter.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Müller  (PeRoMu)
    Ich war am vergangenen Donnerstag auf der Britannia-Hütte oberhalb von Saas-Fee. Der Bergwanderweg von dort zum Felskinn war gesperrt - wegen Steinschlag - obwohl der Weg in jedem Bergwanderführer als einfach begehbarer, ungefährlicher Weg aufgeführt ist. Keine Frage: Die Steinschlaggefahr hat in den Bergen in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Wer etwas anderes behauptet, verkennt die Realität. Wie lange werden wir noch einigermassen gefahrlos in unseren Bergen wandern gehen können?
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    1. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      Der "Weg" zur Britannia liegt auf 3000Meter ü M. (Permafrostgebiet) und die brüchigen und losen, darüberliegenden Felsen des Hinter Allalin sind nicht mit dem Aaregranit bei der Triftbrücke vergleichbar.
      Realität ist aber auch dass die Berggänger in den Alpen stetig zugenommen haben und bald über jeden losen Stein im Alpenraum Statistik und eine Klimadebatte geführt wird.
      Seit der letzten Eiszeit gehen die Gletscher zurück- mit immer den selben Folgen in der Natur
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