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Training ja oder nein? So gehen Freiburger und Berner Vereine mit der Corona-Situation um
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 13.05.2020.
abspielen. Laufzeit 07:46 Minuten.
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Trotz Lockerungen Viele Mannschaften verzichten nach wie vor aufs Training

Sport in Kleingruppen und Besuche in Fitnesszentren sind wieder möglich. Bei Teamsportarten ist es komplizierter.

Eigentlich wollte Floorball Köniz ab Montag wieder Unihockey-Trainings für alle Teams anbieten: für die Juniorinnen und Junioren, Damen und Herren, Senioren und das Plauschteam. Doch es gibt ein Problem: Die Gemeinde Köniz lässt die Turnhallen nach wie vor geschlossen. Einzig die Weissensteinhalle auf Stadtberner Boden ist geöffnet, dort trainieren nun die Spitzenteams.

«Es ist schade, dass wir es nicht ausprobieren können», sagt Heinz Zaugg, Sportchef von Floorball Köniz. Er sagt aber auch: «Logistisch und organisatorisch wäre es eine sehr grosse Herausforderung gewesen, die Schutzkonzepte im Training umzusetzen.»

Aufwand ist für kleine Vereine gross

Einigen kleineren Vereinen kommt es aber entgegen, dass Turnhallen noch geschlossen sind, heisst es auf Anfrage. Denn diese Vereine setzen oft auf Freiwilligenarbeit und der Aufwand, die Schutzkonzepte umzusetzen, ist hoch. Zudem stellt sich die Frage, ob diese Konzepte überhaupt eingehalten werden können.

Eine Stunde Juniorentraining ohne Körperkontakt ist utopisch.
Autor: Andreas RemundPräsident Unihockeyclub Flamatt-Sense

Aus der Sicht von Andreas Remund, Präsident des Unihockeyklubs Flamatt-Sense ist es utopisch, dass Juniorinnen und Junioren eine Stunde ohne Körperkontakt trainieren können. «Das wollen wir den Trainerinnen und Trainern nicht zumuten», so Remund. Die Erwachsenen würden aber darüber diskutieren, mit dem Sommertraining draussen zu beginnen.

Die Grossen dürfen, die Kleinen nicht: Das sagt der Verband

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Die Erwachsenen dürfen trainieren, für die Jüngeren besteht nach wie vor ein Trainingsstopp. So handhaben es viele Vereine. «Das stösst bei vielen Betroffenen auf Unverständnis», sagt Michael Zoss vom Verband Swiss Unihockey. Gerade, weil die Kinder nun ja wieder zur Schule gehen würden. Dennoch hat der Verband Verständnis für Vereine, die ihre Trainings ganz absagen. «Wir hoffen auf eine weitere Lockerung im Juni», so Zoss.

Der SC Bümpliz liess sich vom Aufwand, den Schutzkonzepte mit sich bringen, nicht abschrecken. Für die erste Mannschaft bot der Verein sogar auch in den letzten Wochen durchgehende Fussballtrainings an, mit je vier Spielern. Damit kam der Verein auf 30 Trainingseinheiten pro Woche – jeden Abend mehrere Stunden und auch am Wochenende – ein riesiger Aufwand. Und nun trainieren auch die D-Junioren.

Es geht nicht darum, zu werten, wer früher mit dem Training beginnt.
Autor: Manuel BregyTrainer SC Bümpliz

«Wir haben uns für diesen Weg entschieden, weil die Verantwortlichen dazu bereit waren», sagt Trainer Manuel Bregy. Aber es gehe nicht darum, zu werten, welche Vereine wann mit dem Training starten würden. «Auch bei uns basiert das Training auf Freiwilligkeit.» Die D-Junioren würden den Anfang machen und könnten ein Vorbild für die anderen Juniorenmannschaften sein, so Bregy.

NLA als Test

Beim TS Volley Düdingen darf nur die NLA-Mannschaft trainieren, für alle anderen Mannschaften bleibt die Turnhalle in Düdingen gesperrt. Der Trainer Dario Bettello sieht dies aber auch als Testlauf. «Wir haben nun einige Wochen Zeit, um zu schauen, was möglich ist.» Laufe alles gut, könnten die anderen Vereine mit mehr Sicherheit ins Training starten. Die Hoffnung liegt dabei auf dem 8. Juni – ab dann sind weitere Lockerungen angekündigt.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr;

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