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Amherd: «Ziel ist die Durchführung mit Publikum»
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Hilfspaket für Schweizer Sport Bund stützt Fussball und Eishockey mit 350 Millionen

  • Die Coronakrise trifft auch den Sport hart: Absagen von Fussball- und Eishockeyspielen, keine Vereinsanlässe, Rückzüge von Sponsoren und der Wegfall von Ticketeinnahmen bedrohen Clubs in ihrer Existenz.
  • Der Bundesrat will den Profi- und den Breitensport deshalb mit Darlehen unterstützen. Nun hat er die genauen Eckwerte dafür festgelegt.
  • Er rechnet mit 350 Millionen Franken für die Fussball- und Eishockeyligen und 150 Millionen Franken zur Stützung des Breiten- und Leistungssports.

Die Profiligen im Fussball und Eishockey sollen Darlehen erhalten: Mit insgesamt 175 Millionen Franken will der Bundesrat die Ertragsausfälle in den kommenden sechs Monaten auffangen. Weitere 175 Millionen Franken sind im Budget 2021 vorgesehen, für den Fall, dass der Spielbetrieb während des ganzen nächsten Jahres ebenfalls nur eingeschränkt möglich wäre.

Jeweils 100 Millionen sind dabei für den Fussball vorgesehen; 75 Millionen für den Eishockeysport. Es gehe darum, die Ligen damit für die Zukunft am Leben zu erhalten, sagte Bundesrätin Viola Amherd vor den Medien in Bern.

Keine Deckung extrem hoher Löhne

Die Bundesdarlehen sind an drei Auflagen gebunden. Die Nachwuchsarbeit muss mindestens im gleichen Umfang weitergeführt werden wie vor der Pandemie. Es soll ein solidarisch getragener Sicherheitsfonds für künftige Risiken geschaffen werden. Und das Geld darf laut Mitteilung nicht dazu verwendet werden, überdurchschnittliche Spielersaläre zu bezahlen.

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«Klubs verpflichten sich, Löhne um 20 Prozent zu kürzen»
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Laut Amherd haben sich die Fussball- und Eishockeyclubs in einer Absichtserklärung dazu verpflichtet, die Durchschnittslöhne in den nächsten drei Jahren um 20 Prozent zu reduzieren. «Wir wollen nicht mit Steuergeldern überrissene Saläre unterstützen», sagte sie. «Das werden wir kontrollieren.»

Die erste Tranche der Gelder muss innert fünf Jahren, die zweite innert zehn Jahren zurückgezahlt werden. In den ersten zwei Jahren sind die Darlehen laut Amherd zinslos, ab 2023 fällt ein Zins von mindestens einem Prozent an.

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Amherd: «Der Breitensport muss die Gelder nicht zurückzahlen»
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Für den übrigen Leistungs- sowie den Breitensport hatte der Bundesrat bereits im März 50 Millionen Franken als A-fonds-perdu-Beiträge – das sind Gelder ohne Aussicht auf Gegenleistung oder Rückerstattung – genehmigt.

Weitere 50 Millionen Franken sollen noch in diesem Jahr fliessen. 100 Millionen Franken sind zudem im Budget 2021 vorgesehen. Darlehen seien hier nicht angebracht, so Amherd. Die Breitensportvereine müssen diese Zustüpfe also – anders als die Profiligen – nicht später zurückzahlen.

Ohne Fifa, Olympisches Komitee und Uefa

Ferner ist das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport beauftragt, rückzahlbare Darlehen für internationale Organisationen zu prüfen. Davon ausgenommen sind laut der Sportministerin die Fifa, das Olympische Komitee und die Uefa als finanzstärkste Organisationen.

Schliesslich hat Amherd auch die Absicht, Vereine und Organisationen, die J+S-Aktivitäten wegen der Corona-Pandemie nicht durchführen konnten, die Subventionen gemäss bewilligtem J+S-Kredit dennoch auszuzahlen. Dies entspreche dem Willen der zuständigen Parlamentskommissionen, heisst es.

Das Stabilisierungspaket muss noch vom Parlament abgesegnet werden.

SRF 4 News, 13.05.2020, 16:00 Uhr;

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56 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump  (Juha Stump)
    Zweiter Teil: Mit der Basis meine ich die Förderung schon im Kindes- und Juniorenalter, und auch dank dieser guten Förderung gehören "wir" im Fussball und erst recht im Eishockey zu den 15 weltbesten Nationen. Ohne Sport scheint es heute ja nicht zu gehen.- Ein Blick nach Finnland, dem Land des noch amtierenden Weltmeisters: Dort sind die Spieler halbe Herrgötter, alle Schuhnummern sind bekannt, die Zeitungen berichteten seitenlang über jedes Spiel. 350 Mio. für sie wären keine Diskussion wert.
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    1. Antwort von Margrit Berger  (mberger)
      @Juha, NEIN, wir wollen weder Halbgötter noch Helden, Nationalhelden schon gar nicht! Ob wir als Land mit 8,5 Mio. Einwohnern zu den weltbesten Nationen im Fussball etc. gehören, ist absolut irrelevant. Nationalismus ist verheerend, ob im Sport oder im Alltag.
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  • Kommentar von Juha Stump  (Juha Stump)
    Seid verschleudert, Millionen! Der Spruch des Jahres von Frau Zelger. - Im Ernst: Ich bin zwar kein Ökonom, aber insgesamt betrachtet scheinen mir 350 Mio., die ja ein Darlehen sind, wie es heisst, nicht sooo viel. Ohne dieses Bettmümpfeli würde es bald nur noch den FCB, YB, den FCZ und GC geben (dank des China-Deals), und im Eishockey wäre es ähnlich. Ihr wollt doch Nationalhelden - oder nicht? Fedi, Stan, Nino und Giulia werden bald aufhören, aber es braucht für neue Helden eine Basis.
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  • Kommentar von Benedikt Jorns  (Benedikt Jorns)
    Hoffentlich bekommen sinnvolle Sportarten mit grosser Beteiligung des Schweizervolks wie zum Beispiel der Orientierungslauf auch einen angemessenen Anteil dieser finanziellen Unterstützung. Unsere OL-Profis gehören zur internationalen Spitze und sind beachtenswerte Vorbilder für jede Alterskategorie.
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    1. Antwort von Patrick Salonen  (Patrick Salonen)
      Herr Jorns, es sind wohl ein Grossteil aller Sportarten sinnvoll. Und die bekommen ja auch Geld. Ob Profisport sinnvoll ist oder nicht liegt im Auge des Betrachters, genau so die Wahl der Sportart. Mir würde es z.B. wenig Freude bereiten mit einer Karte durchs Gebüsch zu joggen, da spiele ich lieber Volleyball (auch eine Randsportart). Mir ist aber klar, dass weder OL noch Volleyball ein nennenswerter Wirschaftsfaktor darstellen, wie es der Profi-Fussball oder Eishockey nun einmal sind.
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