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Das ganze Interview mit QC, dem Frontmann von Troubas Kater
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 30.03.2020.
abspielen. Laufzeit 06:38 Minuten.
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Troubas Kater im Interview «Wir wollen nicht wie Patent Ochsner oder Züri West sein»

Die Berner Band Troubas Kater hat ihr drittes Album veröffentlicht. Frontmann QC erlebte dabei einen Reifeprozess.

Kaum hat die Berner Band Troubas Kater ihr neues Album «Iz Eifach Nid Abe Luege» veröffentlicht, ist es auf Platz sechs der Album-Charts gelandet. Es ist das dritte Album der Berner Mundartband, das vertraut, aber durchaus melancholischer klingt. Er werde immer wieder gefragt, ob er beim Schreiben eine Midlife-Crisis hatte, verrät Frontmann und Sänger QC im Interview.

Markus Sollberger

Markus Sollberger

Frontmann Troubas Kater

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Der Sänger und Frontmann von Troubas Kater heisst eigentlich Markus Sollberger, nennt sich allerdings auf der Bühne QC. Er ist 35 Jahre alt. Er schreibt sämtliche Texte und komponiert Songs für die Band. Zuvor war er unter anderem Mitglied der Band Männer am Meer.

SRF News: «Iz Eifach Nid Abe Luege» heisst ein Song, welcher dem neuen Album auch den Titel gegeben hat. Dabei schaut man runter und sieht das schönste, was man je gesehen hat. Was ist das?

QC: Auf eine verträumte, fantastische Welt. In vielen Songs kommen Hexen oder Vampire vor. Auf der anderen Seite blickt man aber auch auf die Realität, die melancholisch ist. Irgendwie blickt man aus der Vogelperspektive von Oben darauf, was man nicht immer gerne macht.

In Ihren Songs auf dem neuen Album wollen Sie der Realität teilweise entfliehen. Sie singen, dass Sie in einer Traumwelt leben möchten oder dass Sie in Tat und Wahrheit gar nicht wissen, was Sie wollen. Sie sind nun Mitte dreissig – eine Zeit, sich zu hinterfragen?

Beim Schreiben habe ich das selber nie realisiert. Aber seit das Album veröffentlicht wurde, werde ich ständig gefragt, ob ich eine Midlife-Crisis hatte. Jetzt denke ich, dass es tatsächlich eine Art Reifeprozess war.

Einige Texte sind relativ lang geworden. Das Lied «Härz:Bluet:Louf» zum Beispiel ist über vier Minuten lang. War es Ihnen da besonders wichtig, den Inhalt weiterzugeben?

Ja, alle Musikexperten sind zu mir gekommen und haben gesagt, dass könne ich auf keinen Fall machen. Kein Radio spiele so ein langes Lied. Ich konnte aber nur einen ganz kleinen Teil streichen, der Rest hat mir mein Herz nicht zugegeben. Da war ich zu stur.

In Kritiken über das neue Album konnte man lesen, Troubas Kater gehöre zum Besten und Innovativsten, was Mundart-Pop derzeit zu bieten habe. Man spürt bei Ihnen Einflüsse von Patent Ochnser, Züri West, Mani Matter. Trotzdem, rütteln Sie an der Berner Musik-Hierarchie?

(Lacht) Das ist nicht der Plan, an dieser Hierarchie zu rütteln, für mich gibt es die auch nicht. Einzelne Bands sind für mich wie Planeten, die eine Anziehungskraft haben. Als Band hat man verloren, wenn man zu nah an sie herankommt.

Einzelne Bands sind für mich wie Planeten.

Dann ist man genau wie Patent Ochsner, oder wie Züri West. Das ist das Schlimmste, was einer Band passieren kann. Ich hatte sicher viel Einfluss von ihnen – die Idee von Troubas Kater ist aber, den Sound von hier und heute zu finden und statt mit elektronischer Musik, ihn extra mit den alten Instrumenten zu spielen. Wir wollen also aus dem Akkordeon etwas anderes herausquetschen, als das die Volksmusik macht.

Das Gespräch führte Marielle Gygax.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr;

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