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Legende: Audio Schwer zu verkaufen: Ferienwohnung in Leukerbad. Suche nach Ursachen und Lösungen. abspielen. Laufzeit 05:03 Minuten.
05:03 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 10.05.2019.
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Überangebot im Wallis Viele Ferienwohnungen warten auf Käufer

In Leukerbad sind besonders viele Zweitwohnungen auf dem Markt. Grund dafür ist vor allem der Generationenwechsel.

Knapp 500 Objekte – und damit etwa jede sechste Ferienwohnung – stehen im Walliser Tourismusort zum Verkauf, schätzen Immobilienmakler. Eine genaue Zahl ist schwer zu eruieren, weil Statistiken fehlen.

Ein Dorf mit verschneiten Bergen.
Legende: Leukerbad hat ein Problem mit leeren Ferienwohnungen. Priska Dellberg/SRF

Klar ist: In Leukerbad sind bereits seit einigen Jahren weit mehr Zweitwohnungen auf dem Markt, als verkauft werden können.

Ein Generationenwechsel

Grund dafür sei in den meisten Fällen der Generationenwechsel, beobachtet Immobilienmakler Elmar Mathieu. Er hat viele Kunden, welche ihre Wohnung altershalber nicht mehr nutzen können.

Die jungen Besitzer hätten oft wenig Interesse an einer Wohnung in den Walliser Bergen, sagt Mathieu. Viele würden deshalb verkaufen, auch wenn die Preise in den letzten Jahren eingebrochen seien.

Wer heute verkauft, verliert viel Geld.
Autor: Elmar MathieuImmobilienmakler

Eine Wohnung in Leukerbad sei heute etwa 20 Prozent weniger wert als noch vor zehn Jahren, schätzt der Immobilienexperte. Die tiefen Verkaufspreise ändern jedoch nichts daran, dass viele verkaufen wollen.

Reiseverhalten hat sich geändert

Die meisten Leute hätten keine Lust mehr, immer wieder am selben Ort Ferien zu verbringen, beobachtet Tourismusdirektorin Mäggy Stark. Deshalb würden sie sich den Kauf oder die Übernahme einer Wohnung besonders gut überlegen. Das Phänomen sei weit herum bekannt.

Das Problem betrifft viele Destinationen in den Schweizer Alpen.
Autor: Mäggy StarkTourismusdirektorin Leukerbad

Lösungsansätze sind nicht einfach zu finden. Die Gemeinde Leukerbad setzt nun Hoffnungen auf ein Pilotprojekt, dass sich noch in der Abklärungsphase befindet: Eine Gesellschaft soll die renovationsbedürftigen Wohnungen aus den Siebziger- und Achtzigerjahren übernehmen.

In einem zweiten Schritt werden diese renoviert und dann professionell vermietet. Nach einigen Jahren kann der Besitzer entscheiden, ob er die Wohnung wieder selbst nutzen möchte. In diesem Fall wird ein Betrag für die Renovationsarbeiten fällig.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (jolanda)
    Das heutige Verhalten der Nachkommen hätte sich verändert (die Leute wollten nicht immer am gleichen Ort das Wochenende oder die Ferien verbringen!). Fazit: Man jetet viel lieber (wenn möglich mehrmals im Jahr!) mit dem Flugzeug in der Welt herum, statt mit der Bahn innert 2-3 Stunden ins Wallis oder Berneroberland in ein Chalet oder in die ehemalige Ferienwohnung der Eltern zu fahren! Dazu schiebt man lieber Spruchbänder an Klima-Demos durch die Strassen und schreit Schlagwörter herum!
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    1. Antwort von alfons amgwerd (Seerosenpflücker)
      Ja klar, alles über einen Kamm. Hauptsache es liegt mal wieder an den Jungen.
      Wer hat uns alle denn in den Zustand geritten in dem wir uns befinden? Das kann ja dann wohl nicht die Jugend gewesen sein.
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    2. Antwort von Rolf Bolliger (jolanda)
      Herr "amgwerd", wenn man den Hund trifft, dann bellt er (alter Spruch, der immer wieder zutrifft!)! Ich habe nicht alle Jungen "über einen allgemeinen Kamm" gezogen, sondern das Verhalten und die Denkart der Nachkommen von Ferien- oder Zweitwohnungsinhaber beschrieben!
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    3. Antwort von Jörg Frey (giogio)
      Sorry, das Ferienhüslidenken ist wirklich von vorgestern. Auch jedes leere Hüsli produziert während des ganzen Jahres CO2 für nichts und wieder nichts. Anstatt auf dem Sofa zu meckern und zu jammern, lieber Spruchbänder machen und mit dem Zug die Welt und insbesondere Europa entdecken. Das bringt viel, viel mehr.
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    4. Antwort von Edwin Schaltegger (Edwin Schaltegger)
      So, so.....die Jungen sind schuld? Wer hat den ganzen 2. Wohnungs-Schlamassel angerichtet? Da wurden während den Boom-Jahren viele Touristenorte in den Bergkantonen zubetoniert und die Immobilienhaie verdienten sich "eine goldene Nase". Besonders im Unterwallis entstanden grauenhafte Ferienwohunungs-Kasernen die die Landschaft verschandeln. Die Jungen wollen heute flexibel sein und lieber in Hotels oder Miet-Ferienwohnungen buchen. Dies ist ein positiver Trend.
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    5. Antwort von Hans Meier (H-M)
      Es ist nicht jedermanns geschmack 30-40 jahre am selben ort in die ferien zu gehen!! Ich kann mit nichts langweiligeres vortellen also immer und immer wieder das selbe!! Fersuchwn sie einem 20-25 jährigen 2 wochenende im monat in einer wohnung schmackhaft zu machen! Ohne kollegen und ausgang!!
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    6. Antwort von Rolf Bolliger (jolanda)
      In einem Forum dürfen alle Leser(innen) zu einem Thema eine persönliche Meinung äussern, geehrte Herren Frey, Schlategger und Meier. Ferienhäuser oder Wohnungen in sonnigen und schönen Gegenden einfach verlottern zu lassen ist offensichtlich bei den Jungen kein relevantes Thema. Lieber mehrmals pro Jahr in der ganzen Welt herum jeten und mit Kollegen jedes Wochenende in Discos oder an openairs zu jolen und "festen"! Ich als alter "Grufti" lass euch Jungen diese Haltung. Ich habe eine andere!
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