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Bis in zwei Jahren will die Universität detailliert sagen, woher ihre Mittel kommen
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 24.10.2019.
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Universität Bern Studierende protestieren gegen den Einfluss der Wirtschaft

Unternehmen würden sich immer mehr in den Unibetrieb einmischen, kritisieren Studierende. Die Universität widerspricht.

Die Universität Bern organisiert einmal im Jahr einen Grossanlass, bei dem sich Studierende mit Unternehmen austauschen sollen. Das Forum Berufseinstieg wird jedoch kritisiert. Es sei ein Beispiel dafür, dass Unternehmen Einfluss auf den Universitätsbetrieb hätten, sagt eine Gruppe von Studierenden. Sie haben darum einen Gegenanlass organisiert – die lange Nacht der Bildung.

Bildung werde verkauft

Firmen wie Coca Cola oder Credit Suisse hätten am Forum Berufseinstieg den Studierenden ihre Art der Arbeit aufzuzeigen, sagt Nadira Haribe vom Gegenanlass.

Es geht zu fest darum, wie man sich am besten verkaufen kann.
Autor: Nadira HaribeOK-Team lange Nacht der Bildung

Sie fordert kein Karrieredenken und eine Bildung, die offen lässt, welchen Lebensweg man einschlägt. Es solle mehr Raum für kritisches Denken geben, als um den Gedanken, wie man mehr Geld verdienen kann.

Universität weist Kritik zurück

Beim Forum Berufseinstieg habe die Universität sehr darauf geachtet, dass neben der Privatwirtschaft auch NGOs oder der Bund mit dabei sind, sagt Christoph Pappa, Generalsekretär der Universität Bern. Es sei aber eine Gratwanderung

Hier muss man extrem aufpassen, der Ruf ist schnell angekratzt. Das wollen wir nicht.
Autor: Christoph PappaGeneralsekretär Universität Bern

Aus diesem Grund seien die Anstrengungen gross, die Zusammenarbeit so auszurichten, dass zwar Geld der Wirtschaft komme, die Arbeit und die Methodik aber von der Universität komme, sagt Pappa. Bis in zwei Jahren will die Universität Bern ihre Grundlagen so anpassen, dass sie detailliert sagen kann, woher ihre Mittel kommen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von martin blättler  (bruggegumper)
    Ein Lehrling muss von seinem Stiftenlohn die Schulmaterialien,
    manche sogar die Prüfungsgebühren bezahlen.Anschliessend
    beginnt er,von seinem Lohn Steuern zu bezahlen und damit die
    Uni mitzufinanzieren.Ohne die Gelder der Industrie wären die
    Unis nicht tragbar.Warum finanzieren nicht ehemalige Studenten,
    die ja als Akademiker,so sie denn einem Erwerbsjob nachgehen,
    in höheren Lohnsphären leben,ihren Akademikernachwuchs?
    Arroganz scheint ein universitäres Problem zu werden.
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  • Kommentar von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
    Die Wirtschaft mischt sich längst überall ein. Vom Gesundheitswesen über die Bildung bis letztlich in die Gesamtregierung. Der Filz ist schon derart zäh und vielschichtig, dass eine Änderung ohne einen Umbau der Gesellschaft gar nicht mehr möglich ist. Das sind halt die Folgen des Kapitalismus, das ist der Kapitalismus.
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    1. Antwort von Claudius Luethi  (@claude)
      ... richtig. Die Lehrpläne aller Stufen sind eine dem Kapitalimus und seiner Ziele ausgerichtete, neoliberale Indoktrination. Sie sollen nicht Wissen bilden, sondern Glauben! (mit dem Wissen steigt ja bekanntlich der Zweifel)
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