Zum Inhalt springen
Inhalt

Unterschreiben ist Pflicht Ethik-Charta für das Freiburger Prostitutions-Gewerbe

Eine rote Laterne an einer Hauswand.
Legende: Das Freiburger Rotlichtmilieu ist neu einer Ethik-Charta unterstellt. Colourbox (Symbolbild)

Die Charta verpflichtet alle Personen, die im Kanton Freiburg im Prostitutionsgewerbe tätig sind, «Grundsätze und Massnahmen zur Sozial- und Gesundheitsprävention umzusetzen und die Menschenrechte zu achten».

Sie enthält unter anderem folgende Bestimmungen:

  • Nur geschützter Verkehr ist zugelassen
  • Es findet kein Anreiz zum Alkoholkonsum statt
  • Die Sexarbeiterinnen und -arbeiter haben das Recht, eine Leistung zu verweigern
  • Keinerlei Formen von Zwang werden toleriert

Was diese Charta wirklich bringe, werde sich in einigen Monaten zeigen, so Lorraine Ducommun, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Freiburger Sicherheits- und Justizdirektion, gegenüber Radio SRF.

Es gehe vor allem darum, Betreiber und Angestellte für die richtigen Verhaltensweisen bei der Ausübung der Prostitution zu sensibilisieren. Etablissement-Betreiber hätten auf die Charta positiv reagiert, so Ducommun weiter.

Zahlen zur Prostitution

Am 1. Januar gab es im Kanton Freiburg 27 Salons, davon 20 in der Stadt Freiburg. Die Polizei führte letztes Jahr 700 Kontrollen von Sexarbeiterinnen durch, dabei wurden 20 Verstösse gegen das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer angezeigt.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

9 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    «..Massnahmen zur Sozial- und Gesundheitsprävention» Für wen sollen die Prostituierten sich gesund halten, für sich oder für den Käufer von Sex. Die beste Gesundheitsprävention für Prostituierte wären Ausstiegshilfen. Huschke Mau: "Du sagst, erst wenn die Prostituierte aus der Bordelltür trete, begänne ihre Traumatisierung, und diese beruhe auf ihrer gesellschaftlichen Diskriminierung. Dazu möchte ich Dir gerne was erzählen, Dir, die Du denkst, es bräuchte Einstiegshilfen statt Ausstiegshilfen."
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Prostitution ist keine Arbeit wie jede andere. Das kann Mann einfach klären, möchte er zum Flatrate Tarif es sich gefallen lassen, dass da ein jeder mit einem tun und lassen kann was er gerade im Sinn hat und das mehrmals während ? Stunden? Salons sind Orte, wo amtlich bewilligte und abgesegnete Vergewaltigung stattfinden dürfen. Denn der Begriff der Zustimmung wird hier nichtig. Kaum eine der Frauen hat die wirkliche Wahl, den Mantel zu nehmen und den Job, der keiner ist, zu verlassen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Michael Räumelt (Monte Verita)
      Prostitution ist ein Beruf. Nur wenn sie nicht freiwillig erfolgt, erst dann ist sie ein Verbrechen... viele Studentinnen verdienen so nebenbei ihr Studium...auch in der Schweiz Frau Kunz.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      'Ihr wollt für alle sprechen? Ihr sprecht NICHT für mich und für keine Prostituierte, die ich kenne. Ihr nutzt den Umstand, dass die meisten Prostituierten einfach zu beschäftigt sind mit Überleben" Huschke Mau. Die 'freiwilligen' Studentinnen die hier erwähnt werden, was sollen die, die tausenden von Frauen aufwiegen, die zur Prostitution gezwungen werden?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Wenn vereinbarte Leistungen verweigert werden duerfen, sollte das Honorar nur noch NACH deren Erbringung verlangt werden duerfen....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen