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Legende: Audio Das Streitgespräch zwischen Markus Ith (Verein Drei-Seen-Land) und Ursula Schneider (Pro Naura) abspielen. Laufzeit 10:30 Minuten.
10:30 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 05.04.2019.
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Verein Zukunft Drei-Seen-Land Start zur Juragewässerkorrektion ohne Umweltverbände

Sie hätten im Verein, der am Freitag gegründet wurde, kein Stimmrecht gehabt – und zogen sich daher zurück.

Die Initianten des Vereins «Zukunft Drei Seen Land» haben Grosses vor: Sie planen eine dritte Juragewässerkorrektion. Damit soll die Be- und Entwässerung des fruchtbaren Seeländer Bodens optimiert werden.

Das ist aus Sicht der Initianten notwendig, um auch weiterhin im bisherigen Ausmass Gemüse anbauen zu können. Phasen grosser Trockenheit, aber auch Hochwasser bedrohen die landwirtschaftliche Produktion zunehmend.

An einer sogenannten Landsgemeinde im vergangenen November waren die Umweltverbände noch in das Projekt eingebunden. Inzwischen haben sich Pro Natura, Birdlife, der WWF sowie die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz zurückgezogen.

Für die betroffenen Organisationen fiel nicht nur das fehlende Stimmrecht ins Gewicht. Sie sind ganz allgemein der Ansicht, dass die Pläne der Initianten zu einseitig auf die Förderung der landwirtschaftlichen Produktion abzielten. Die Umweltverbände setzen sich stattdessen für mehr Biodiversität und Landschaftsschutz ein.

Breit abgestütztes Projekt notwendig

Die Initianten des Vereins Zukunft Drei Seen Land hoffen, die Umweltorganisationen zu einem späteren Zeitpunkt wieder mit ins Boot nehmen zu können. Sie möchten in den nächsten dreissig Jahren rund eine Milliarde Franken in Bodenverbesserungsmassnahmen und die Weiterentwicklung der Be- und Entwässerungssysteme investieren.

Ohne Umweltverbände kein Geld?

Der Grossteil dieser Kosten soll vom Bund getragen werden. Den Initianten ist bewusst, dass sie diese Gelder nur erhalten können, wenn die vorgesehenen Massnahmen breit abgestützt sind. Ohne die Unterstützung der Umweltverbände dürfte dies schwierig sein. Die Umweltorganisationen wollen in der Zwischenzeit ihre eigene Vision für eine nachhaltige Entwicklung des Dreiseen-Landes entwickeln und dann wieder das Gespräch mit den Initianten der dritten Juragewässerkorrektion suchen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Die Grossbetriebe im Dreiseengebiet haben schon vor langer Zeit vergessen wie man Landwirtschaft ökonomisch und Naturfreundlich betreibt. Die Böden werden bis zum geht nicht mehr ausgenützt und vergiftet. Es haben keine Tiere mehr eine Bleibe usw. .Der Mist ist geführt und falls sie etwas ändern wollen, braucht es Jahre und dafür haben sie ja keine Zeit.
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