Zum Inhalt springen

Header

Audio
Mathias Jäger: «Die Reise hat schon lange vor der Abfahrt begonnen»
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 24.11.2019.
abspielen. Laufzeit 15:52 Minuten.
Inhalt

Walliser Abenteurer Mathias Jäger: «Velofahren ist wie Meditieren»

Fast drei Jahre lang war der Walliser Mathias Jäger mit dem Velo unterwegs. 60'000 Kilometer hat er dabei zurückgelegt.

Genau 1008 Tage war der 37-jährige Mathias Jäger aus Turtmann mit seinem Fahrrad unterwegs. Er hat 41 Länder bereist und insgesamt 60 000 Kilometer zurückgelegt. Jetzt ist er zurück in seinem Heimatdorf Turtmann und sagt: «Ganz da bin ich noch nicht. Die Seele braucht noch länger, um zuhause anzukommen.»

Am 12. Februar 2017 startete Mathias Jäger seine Reise, die ihn von Europa via Asien bis nach Australien und Neuseeland führte. Alles was er für die Reise brauchte, transportierte er auf seinem Velo. Meist schlief er nachts in seinem eigenen Zelt.

Die Seele braucht noch länger, um zuhause anzukommen.
Autor: Mathias JägerAbenteurer

Unterwegs hatte Mathias Jäger viel Kontakt zu den einheimischen Menschen. So zum Beispiel in Zentralasien als er auf dem Pamir Highway durch Tadschikistan und Kirgistan fuhr. Mathias Jäger sagt: «Die Berge in Zentralasien sind sehr hoch, die Menschen waren freundlich, auch wenn man ihren Charme oft nicht auf den ersten Blick erkennt. Sie sind uns Wallisern sehr ähnlich. Ich wurde oft zum Essen eingeladen.»

Besonders gut in Erinnerung ist ihm die Begegnung mit einer älteren Frau in Sumatra geblieben. Mathias Jäger erzählt: «Diese Frau betreibt ein kleines Restaurant in einem Dorf in Sumatra. Nachdem sie mich bedient hatte, beobachtete sie mich erst eine Zeitlang und kam dann auf mich zu. Sie sagte zu mir, sie sei so glücklich, weil es ihr grosser Traum gewesen, dass einmal im Leben ein Weisser zu ihr komme und etwas bei ihr trinke. Dieses Erlebnis hat mich tief berührt.»

Die Menschen in Zentralasien sind uns Wallisern sehr ähnlich
Autor: Mathias JägerWeltenbummler

In China durchquerte Mathias Jäger die Taklamakan Wüste und fuhr 1500 Kilometer auf dem Velo praktisch ohne Kontakt zur Aussenwelt. Auf dem Velo habe er entweder sehr viel oder gar nichts gedacht. «Velo fahren war für mich wie Meditieren».

Kein Zurück in den normalen Alltag

Rückblickend ist er froh, dass er diese Reise gemacht hat. «Ich wollte meinen Traum verwirklichen und nicht mit 70 sagen müssen, dass ich es nicht gewagt habe.» Nach seiner Rückkehr kann sich der gelernte Elektriker und studierte Sozialpädagoge nicht vorstellen, in einen normalen Alltag zurückzukehren. Deshalb wird er nun während der Wintersaison in einem Bergrestaurant auf der Wasenalp im Simplongebiet arbeiten.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.