Zum Inhalt springen

Header

Jean-Luc Addor im Nationalrat.
Legende: Jean-Luc Addor im März 2016 im Nationalrat. Keystone
Inhalt

Bern Freiburg Wallis Walliser Nationalrat Jean-Luc Addor muss vor Gericht

Die Walliser Staatsanwaltschaft hat den SVP-Politiker wegen Rassendiskriminierung angeklagt.

Grund für die Anklage ist ein Tweet: Im August 2014 gab es in einer Moschee in St. Gallen eine Schiesserei, eine Person kam ums Leben. Kurz nach Bekanntwerden der Schiesserei verbreitete Jean-Luc Addor auf Twitter und Facebook die Meldung «on en redemande!» («wir wollen mehr davon!»).

Nach dem Tweet hatte der Islamische Zentralrat Schweiz Strafanzeige wegen Rassendiskriminierung eingereicht. Die Walliser Staatsanwaltschaft hat nun vor dem Bezirksgericht Sitten gegen Addor Anklage wegen Rassendiskriminierung erhoben, wie sie mitteilt.

Ironie missverstanden?

Addor wollte am Freitag persönlich keine Stellung nehmen. Er verwies auf seinen Anwalt Marc Bonnant. Dieser erklärte gegenüber Radio SRF, Jean-Luc Addor habe wenige Minuten nach dem kritisierten Tweet einen weiteren verschickt, mit dem er gefragt habe, ob seine Ironie falsch verstanden worden sei. Der Tweet sei also ironisch gewesen und habe also im Ernst das Gegenteil bedeutet. Und das Gegenteil, sinngemäss «Es ist genug, wir wollen nicht mehr davon», sei nach einer Schiesserei mit einem Toten keine rassistische Aussage, sondern eine Aussage des Friedens.

Er forderte die Todesstrafe

Jean-Luc Addor sorgte 2014 nicht zum ersten Mal für rote Köpfe mit Äusserungen nach einem Tötungsdelikt. So hatte er im September 2013 nach dem Mord an der Genfer Sozialtherapeutin Adeline auf Facebook die Todesstrafe für gefährliche Wiederholungstäter gefordert. Auch dafür musste er viel Kritik einstecken.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Fritz Frei  (Fritz Frei)
    Natürlich hat er 100% recht. Wir können nur hoffen, dass die kriminellen Immigranten (nicht die anderen) ohne weitere Kosten elemineirt werden - wie auch immer. Wir wollen solche Leute hier nicht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Urs Graf  (U.Graf)
    Das Gesetz dient dazu die Bürger Mundtot zu machen. Wenn man die Problematik beim Namen nennt wird man verklagt. Das hat nichts mit Rassismus zu tun sondern mit Meinungsfreiheit. Und die ist nicht gewollt weil sonst zu Recht unbequeme Tatsachen offengelegt werden. Das zu unterbinden ist immer der 1. Schritt in jeder Diktatur. Quo Vadis CH?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Franz NANNI  (Aetti)
    Ein Jeder hat seine Einstellung... die Gedanken sind frei heisst es in einem Lied... aber man bekommt mehr und mehr einen Maulkorb umgebunden... wird sofort zum Rassisten, oder Populisten, oder Links- Rechts-Radikalem tituliert. Je nach Gusto.. Abgestempelt, gerichtlich verfolgt... Natuerlich hat DER Mann eine Meinung, und wenn er meint "Mehr davon" meint er damit sicherlich die moerderischen, radikalen Islamisten zB.. Na ja warten wir das Urteil ab..
    Ablehnen den Kommentar ablehnen