Zum Inhalt springen

Header

Audio
Wegen Corona? Mehr Privatleute wollen eigene Hühner halten
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 02.05.2020.
abspielen. Laufzeit 04:59 Minuten.
Inhalt

Warteliste beim Hühnerzüchter Corona steigert Nachfrage nach Legehennen

Mehr Privatleute wollen eigene Hühner halten, sagt ein Züchter in Belp.

Bei der Brüterei Wüthrich in Belp ist seit dem Ausbruch der Coronapandemie die Nachfrage nach Legehennen deutlich gestiegen. «Viele Privatleute sagen, sie hätten schon länger einen leeren Stall, den sie jetzt wieder aktivieren möchten», sagt Geschäftsführer Markus Wüthrich. Andere hätten jetzt Zeit, um einen Stall zu basteln.

Wenn wir Corona hätten kommen sehen, hätten wir mehr Hühner aufgezogen.
Autor: Markus WüthrichHühnerzüchter in Belp

Rund 30'000 Junghühner verkauft die Brüterei jährlich, an Privatleute und Bauern. Derzeit könnte er weit mehr verkaufen, aber so schnell lässt sich das Angebot nicht ausbauen. Die Hennen verbringen vier bis sechs Monate in seiner Brüterei, bevor er sie verkauft. «Wenn wir die Coronapandemie hätten kommen sehen, hätten wir viel mehr Hühner aufgezogen», sagt Wüthrich.

Nun führt er eine Warteliste. «Die Kundinnen und Kunden müssen zwei bis vier Wochen länger warten, bis sie die Hühner holen kommen können.»

Bei der Vogelgrippe war es umgekehrt

Den umgekehrten Effekt hatte vor 12 Jahren die Vogelgrippe: Weil die Hühner damals eingesperrt werden mussten, damit sie nicht in Kontakt mit Wildvögeln kamen, hätten viele Leute damals die Hühnerhaltung aufgegeben, sagt Hühnerzüchter Markus Wüthrich.

Auch wenn die grössere Nachfrage im Zug der Coronapandemie für ihn ein gutes Geschäft bedeutet – er mahnt zur Vorsicht: «Für Hühner braucht man Platz.» Wenn das Wetter trocken ist, sollten sie draussen Auslauf haben, wenn es regnet, sollte der Platz drinnen gross genug sein. «Sonst können sich Parasiten wie Würmer schnell vermehren.» Zudem sollten Gehege und Ställe fuchs- und mardersicher sein.

Und nicht zuletzt gackern Hühner – das könnte in der Nachbarschaft nicht allen gefallen. Wer sich also in der Coronazeit ein Haustier kaufen will, sollte sich das gut überlegen. Auch wenn es sich um Hühner handelt.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr;

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Wir informieren laufend über die aktuelle Entwicklung und liefern Analysen zum Coronavirus. Erhalten Sie alle wichtigen News direkt per Browser-Push. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Angela Nussbaumer  (Angela N.)
    Hühner finde ich einfach cool. Hätte ich die Möglichkeit, hielte ich mir auch ein wenig Federvieh. Nicht nur der Eier wegen, sondern auch, weil sie einen Bezug zur Herkunft unserer Nahrung, eine Verbindung zur Natur darstellen. Wenn das Gackern der Hühner jemandem auf den Keks geht, hat er gewiss ein gröberes Problem, das nicht bei den Hühnern liegt, sondern woanders. Gut, ein Hahn kann einen wecken, aber man(n) sollte das nicht so eng sehen. Damit sagt er nur, wer der Boss ist im Harem ;-)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Lorenor De Wilde  (Lorenor)
      Dann sollte man aber sicher nicht solche Hybridhühner kaufen, die 300 Eier im Jahr legen, sondern lieber alte (Schweizer) Rassen. Es ist schon traurig, dass sich Menschen ab gackernden Hühnern oder einem krähenden Hahn enervieren können. Es fehlt einfach jeglicher Respekt gegenüber den Tieren. Sogar auf dem Land ist es mittlerweile nicht immer einfach, Hähne zu halten, was sehr traurig ist. Ich wohne auf dem Land eben wegen den gackernden Hühnern, blökenden Schafen und keckernden Füchsen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Angela Nussbaumer  (Angela N.)
      Kaufen nicht, Lorenor, aber Batteriehühner "retten" wäre eine Möglichkeit. Optimal wäre für mich aber das Appenzeller Spitzhaubenhuhn oder einfach das Schweizer. Ein Pärchen Diepholzer Gänse dazu.. Heaven!
      Meine Eltern hielten Hühner, als ich sehr klein war. Ein Huhn zu rupfen wusste ich schon lange vor dem Kindergarten. Ich könnte es heute noch.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Fr. Widmer  (FW)
    Japanische Lege-Wachteln zu züchten zu halten ist noch einfacher. Die Wachteln brauchen weniger Platz, die Eier sind sehr gesund, mehr Aminosäuren, weniger Cholesterin, für Allergiker besser geeignet. Sehr empfehlenswert!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Vetsch  (Psan)
    Mein Bruder, der vor ein paar Jahren nach Irland ausgewandert ist, verkauft dort nebenbei Bruteier von Hühnern. Auch er hat seit dem Lockdown in Irland viel mehr Anfragen für Bruteier und kommt mit den Bestellungen noch weniger nach als sonst, obwohl die Hühner im Moment sehr gut legen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen