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Das sei ein Dämpfer für das Projekt, sagt Gemeindepräsident Urs Graf. Er möchte trotzdem ein neues Hotel in Interlaken haben.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 08.07.2020.
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Wegen Corona-Krise Investor gibt Hotelpläne in Interlaken auf

Doch kein neues Vier-Sterne-Hotel in Interlaken: Der Investor hat sich wegen der Corona-Krise zurückgezogen.

Das international tätige Hotelunternehmen Boissée Finances hat seine Investitionspläne für das Des-Alpes-Areal in Interlaken gestoppt. Die Hotelgruppe wollte dort ein Vier-Sterne-Hotel bauen lassen und 2024 als Marriott Hotel eröffnen. Die Pläne wurden im Januar bekanntgegeben.

Erneutes Scheitern

Nun zog sich das Unternehmen zurück, meldet die Gemeinde Interlaken. Boissée Finances habe wegen der Auswirkungen der Coronakrise alle Investitionspläne gestoppt. «Das ist ein empfindlicher Dämpfer für das vielversprechende Projekt», erklärte Gemeindepräsident Urs Graf.

Vor allem: Es ist nicht das erste Mal, dass ein Hotelprojekt auf dem Des-Alpes-Areal scheitert. 2014 wurde ein Projekt mit Hotel und Wohnungen von der Stimmbevölkerung abgelehnt, nun bremst die Corona-Krise das neue, kleinere Projekt aus. «Aber alle sagen, es sei ein wunderbarer Standort für ein Hotel», sagt Graf – neben der Aare und dem Casino, an der Interlakner Hotelfront. «Es würde eine Lücke schliessen.» Er sei zuversichtlich, dass dies noch noch gelingen werde.

Areal mit Blick auf Jungfrau beschäftigt Interlaken seit Jahren

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2014 war ein erster Anlauf für eine Überbauung an der Urne gescheitert. Das Volk hatte es damals klar abgelehnt, das gemeindeeigene Areal an bester Lage zu verkaufen.

Vorgesehen waren der Bau eines Hotels, Wohnbauten und eine Einstellhalle. Die Gegner beteuerten damals, sie seien nicht gegen ein Hotelprojekt. Nichts wissen wollten sie von Wohnungen, denn von diesen gebe es schon genug.

2017 beschloss der Gemeinderat, die Entwicklung wieder aufzunehmen. Ein Auswahlgremium prüfte die Projekte von sieben potenziellen Entwicklungspartnern. Als Sieger ging das Team Losinger Marazzi und Boissée Finances hervor. Das Angebot von rund 4,5 Millionen Franken für die Übernahme des Hotelareals sei attraktiv, befand der Gemeinderat im Januar.

Die Entwicklungspläne für das Areal seien damit keineswegs vom Tisch. «Wir haben in den letzten Jahren so viele Hotelbetten verloren», sagt der Gemeindepräsident. Interlaken brauche ein neues Hotel.

Neuer Investor gesucht

Der Gemeinderat werde über das weitere Vorgehen entscheiden und wohl versuchen, einen neuen Investor zu finden. «Ein Investor, der nicht nur im Tourismus tätig ist, könnte durchaus Interesse haben, hier etwas zu realisieren», hofft Urs Graf.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 12:03 Uhr;

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