Moutier-Abstimmung Wer den Stimmenden auf die Finger schaut

Im Juni entscheidet Moutier, ob es weiterhin beim Kanton Bern bleiben oder zum Kanton Jura wechseln will. Sieben Wahlbeobachter schickt der Bund nach Moutier. Sie sollen die Gemeinde-Abstimmung so überwachen, dass allfällige Wahlbeschwerden keine Chance haben.

Jean-Christophe Geiser vom Bundesamt für Justiz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Jean-Christophe Geiser vom Bundesamt für Justiz: Die Beobachter gehen auch ins Altersheim. Brigitte Mader/SRF

Beispielhaft soll sie sein - die Moutier-Abstimmung im Juni 2017. Dafür sollen die Beobachter des Bundes sorgen - im Abstimmungslokal, bei der Auszählung. Wer brieflich abstimmt, muss sein Abstimmungscouvert nach Bern schicken ins Bundesamt für Justiz und nicht an die Gemeinde. Zudem wird in Altersheimen überwacht, dass keine Couverts in falsche Hände geraten. Alles präventive Massnahmen, sagt Jean-Christophe Geiser vom Bundesamt für Justiz. So will der Bund sicher stellen, dass Beschwerden keine Chance haben.

Geiser erwartet knappes Resultat

Die Beobachter sind Juristen und Mitarbeitende des Bundesamtes für Justiz. Sie dürfen weder im Kanton Bern noch im Kanton Jura wohnen. Und Geiser selber? Er hat Wurzeln im Berner Jura. Wie ist das mit der Unvoreingenommenheit vereinbar? Er lebe seit 25 Jahren in Lausanne und das Jura-Dossier leite er seit über 15 Jahren. Neutral sein, das sei ihm wichtig, sagt der BJ-Mann, der mit einem knappen Abstimmungs-Resultat rechnet. Umso mehr müsse man genau hinschauen, dass alles reibungslos abläuft.