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Bern Freiburg Wallis Wie viel Bern steckt in der Ovomaltine?

Gegründet wurde die Firma Wander in Bern. Doch sie ist längst nicht mehr in Schweizer Händen. Produziert wird aber noch in Neuenegg. Wie lange noch?

Vor 150 Jahren gründete ein Deutscher in der Berner Altstadt die Firma Wander. Georg Wander kaufte die Mineralwasserfirma «Sommer und Comp» und errichtete das Labor «Dr. Georg Wanders chemisch-technisches und analytisches Laboratorium». Sein erster grosser Wurf: Eine Malzsuppe, die zwar gesund, aber geschmacklich schlecht war. Sein Sohn Albert verfeinerte das Gebräu mit Eiern und Kakao und brachte damit die Ovomaltine auf den Markt – der Erfolgsschlager aus dem Hause Wander.

Ab 1951 verlegte Wander die Produktion Stück für Stück von Bern nach Neuenegg. Ab 1967 war die Berner Firma nicht mehr eigenständig. Zuerst gehörte Wander Sandoz, dann Novartis, und seit 2002 Associated British Foods.

Keine Garantie für Neuenegg

Nach der Verkaufsankündigung von Novartis war 2002 in Neuenegg die Verunsicherung gross, wie es mit Wander weiter geht. Die frühere Besitzerin Novartis hatte aber noch Investitionen eingeleitet, welche die Briten dann auch durchführten. 2008 ging eine neue Fabrik auf. «Eine Garantie, dass Wander für immer in Neuenegg bleibt, wird es nie geben», sagt Produktionsleiter Theo Schmid. Heute wird ein Grossteil der Produkte für Europa in Neuenegg produziert. Hier befindet sich auch der Hauptsitz.

Wander sei noch immer sehr bernisch, meint Theo Schmid. Alle Geschäftsleitungsmitglieder und die meisten Mitarbeiter kommen aus der Region. «Es herrscht ein typisch bernischer Spirit», meint er. «Wir identifizieren uns sehr mit Wander und unseren Marken – deshalb werden wir von unseren Kollegen im Ausland auch etwas belächelt.»

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3 Kommentare

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  • Kommentar von W.Ineichen , Luzern
    Da und dort wird behauptet, die Ovomaltine stamme aus dem Kosovo. Daher der Name.
  • Kommentar von Marlene Zelger , 6370 Stans
    Wander wird früher oder später ebenfalls auswandern. Dann ade, liebe alte Ovomaltine. Du warst schmackhaft und ein gesundes Getränk, "um mehr zu leisten", wie der Werbeslogan damals so schön lautete. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann das Label "made in Switzerland" für immer zu Grabe getragen wird. Die SNB macht's möglich.
    1. Antwort von Paul Grunder , Teufen AR
      Warum so pessimistische Totengräberstimmung und der SNB Schuld zuweisen ? Es wäre gescheiter, wenn die, die in der Schweiz den Lohn beziehen, sich für Schweizer Unternehmen auch stark machen würden, kämpfen für den Standort Schweiz statt anpassen !