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Legende: Audio Wie der Konkurs abgewendet wurde abspielen. Laufzeit 02:39 Minuten.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 22.05.2019.
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World Nature Forum Das Besucherzentrum in Naters ist vorläufig gerettet

Dank dem Verzicht der Gläubiger bleibt das Zentrum des Weltnaturerbes Jungfrau-Aletsch offen.

Insgesamt verzichten die Gläubiger auf über zwei Millionen Franken, berichtete der «Walliser Bote» am Mittwoch. Den grössten Teil trägt mit 889'000 Franken der Versicherungskonzern Axa bei, der das Gebäude gebaut hat. Der Versicherer verzichtet zudem auf die Mieteinnahmen der nächsten 10 Jahre.

Das bedeute zwar grosse Verluste. Aber es sei trotzdem die beste Lösung, heisst es bei der Axa. Ein Umbau des Zentrums in Büroräumlichkeiten wäre kompliziert, zudem würden andere Mieter von den Frequenzen der Ausstellung profitieren. Und schliesslich könnte ein definitives Aus des Besucherzentrums auch auf den Konzern abfärben.

Unsere Reputation spielt eine Rolle. Aber es geht besonders darum, unsere Anleger zu schützen.
Autor: Simon HausLeiter Asset Management Axa

Für den Sanierer des World Nature Forums sind die Zugeständnisse der Gläubiger «enorm wichtig». Sie seien die Basis dafür, dass das Besucherzentrum weiterbestehen könne, sagt Albert Bass.

Er ist auch Präsident der Stiftung, die den Betrieb nun übernommen hat. Ob die Stiftung das Gebäude kaufen wird, ist noch unklar. Die Verantwortlichen wollen erst den Entscheid des Bundesgerichts abwarten. Einsprecher wollen, dass die Bevölkerung an der Urne über einen Kauf des Gebäudes abstimmen kann.

Die Gründe für die finanzielle Schieflage

Dass dem Besucherzentrum nach nur knapp zwei Jahren bereits das Geld ausging, hat mehrere Gründe:

  • Die World Nature Forum AG (WNF) hatte mit 30'000 Besuchern pro Jahr gerechnet. Stattdessen kamen lediglich 11'000 Interessierte jährlich.
  • Die Kosten für die Innenausstattung der Ausstellungsräume beliefen sich auf zehn Millionen statt der budgetierten sieben Millionen Franken.
  • Die WNF AG zahlt einer Tochterfirma der Axa-Versicherung fast 30'000 Franken Miete pro Monat.
  • Für die obersten Stockwerke des Gebäudes konnten keine Mieter gefunden werden, zudem wurden Sponsoring-Ziele nicht erreicht.
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