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Wie das Zentrum für Humanmedizin Krankheiten wie Krebs besser verstehen will.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 18.12.2019.
abspielen. Laufzeit 04:26 Minuten.
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Zentrum für Innovation Wenn sogar die Parlamentarier überfordert sind

Das Zentrum für Humanmedizin in Freiburg braucht Geld. Die Diskussion im Kantonsparlament endete aber in einer Verwirrung.

Das Zentrum für Humanmedizin in Freiburg möchte ein nationales Technologiekompetenzzentrum werden und damit vom Bund finanzielle Unterstützung erhalten. Dieser entscheidet nächstes Jahr darüber. Dazu braucht es aber auch Geld vom Kanton Freiburg – 10 Millionen Franken soll dieser in den nächsten fünf Jahren in das Zentrum investieren.

Das Zentrum für Humanmedizin

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Das Zentrum befindet sich auf dem Areal der Freiburger Blue Factory. Es nennt sich Swiss Integrative Center for Human Health (SICHH). Es arbeitet im Bereich Mensch und Gesundheit als Schnittstelle zwischen akademischer Forschung und Privatwirtschaft. Es soll Kontakte einfädeln und die Ergebnisse für die Forschung verwerten.

Freiburg hat dem Zentrum bereits ein Darlehen von 12 Millionen Franken gewährt. Dieses dürfte laut aktuellen Berechnungen jedoch Ende Jahr aufgebraucht sein. Weil das Zentrum weit davon entfernt ist, schwarze Zahlen zu schreiben, tat sich das Kantonsparlament jedoch schwer, in den nächsten fünf Jahren, 10 Millionen Franken in das Zentrum zu investieren.

Das Zentrum sei ein Fass ohne Boden, das bereits 12 Millionen Franken verschlungen habe, sagte SVP-Grossrat Ueli Johner-Etter. Er wolle keinen Franken mehr darin investieren, fügte CVP-Grossrat Eric Collomb an. Kritik und insbesondere Zweifel gab es von rechts bis links – mehrere Parlamentarier wollten dem Zentrum den Stecker ziehen – jedoch war man sich parteiintern nicht immer einig. So wollte Susanne Aebischer der CVP dem Zentrum unbedingt eine weitere Chance geben: «Damit werden neue Firmen angezogen, die in Freiburg Arbeitsplätze schaffen.»

Die grosse Verwirrung

Nach intensiven Diskussionen nahm eine knappe Mehrheit schliesslich einen Antrag der SP an, nicht die ganzen 10 Millionen zu sprechen, sondern in einem ersten Schritt 2,5 Millionen Franken. Damit soll das Zentrum das nächste Jahr überleben – bis der Bund entschieden hat, ob er das Zentrum anerkennt und es finanziell unterstützt. Nun war die Verwirrung jedoch komplett.

Der Bund spricht nur Geld, wenn der Kanton Freiburg 10 Millionen Franken spricht.
Autor: Jean-Pierre SiggenStaatsrat Kanton Freiburg

Sie hätten da etwas falsch verstanden, sagte der zuständige Staatsrat Jean-Pierre Siggen. Es bringe nichts, 2,5 Millionen Franken zu sprechen. Der Kanton müsse 10 Millionen sprechen, nur dann gebe es auch Geld vom Bund, so Siggen. Ohne dieses Geld des Bundes sei das Zentrum am Ende. Im Rat kam es zu einem Durcheinander. Der Rat entschied sich für ein Time out und will am Freitag weiter diskutieren.

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