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Legende: Audio So kam es im Mai 2016 zur Kollision zwischen einem ICE und einem Reisecar abspielen. Laufzeit 01:23 Minuten.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 15.07.2019.
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Zugunglück in Interlaken 2016 Der Carchauffeur machte einen folgenschweren Fehler

Hätte sich der Chauffeur anders entschieden, hätte er die Kollision seines Cars mit einem Zug verhindern können.

Die Kollision eines ICE-Zugs mit einem Reisebus auf einem Bahnübergang in Interlaken geht auf ein Fehlverhalten des Carchauffeurs zurück. Zu diesem Schluss kommt der die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST.

Reisegruppe kam von der Harderbahn

Der Unfall ereignete sich im Mai 2016 auf dem Bahnübergang zwischen dem Bahnhof Interlaken Ost und der Harderbahn. Der Buschauffeur, der zwar schon mehrmals in Interlaken war, allerdings die betreffende Stelle nicht kannte, holte bei der Harderbahn eine Touristengruppe ab, um sie ins Hotel zu bringen.

Legende: Video Aus dem Archiv: Beim Unfall wurden 17 Personen verletzt abspielen. Laufzeit 01:06 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.05.2016.

Als die Touristen eingestiegen waren fuhr der Reisebusfahrer los, musste aber wegen Fussgängern schon bald wieder anhalten. Dabei kam der Bus auf dem Bahnübergang zu stehen.

Dessen Schranken begannen sich zu senken und blockierten den Bus, wie aus dem am Montag veröffentlichten Schlussbericht der SUST weiter hervorgeht.

Chauffeur wollte Barriere nicht durchbrechen

Die Passagiere forderten den Buschauffeur auf, die Türen zu öffnen, was dieser und die Reiseleiterin jedoch ablehnten. Die Reiseleiterin der Touristengruppe schlug vor, die Barriere zu durchbrechen.

Stattdessen versuchte der Busfahrer sein Fahrzeug parallel zum Gleis abzustellen. Noch während der Busfahrer am Manövrieren war, fuhr der Zug heran und es kam zur Kollision. Insgesamt 17 Personen im Reisebus wurden verletzt, zwei davon schwer. Im Zug wurde niemand verletzt.

Zahlreiche gefährliche Situationen

Der Bahnübergang entsprach gemäss SUST den gültigen Vorschriften. Allerdings kam es dort immer wieder zu gefährlichen Szenen, namentlich wenn Fussgänger versuchten, den Übergang bei sich schliessenden Barrieren noch zu queren.

Bei dem Bahnübergang war der Abstand zwischen Gleis und Schranke verhältnismässig gross. Auch Autos von ortsunkundigen Touristen bleiben bisweilen zwischen den Schranken stecken.

Der Carchauffeur hätte mit seinem Bus die Bahnschranke durchbrechen und so den Unfall verhindern können, schreibt die SUST in ihrem Bericht. Der Fahrer habe sich aber dagegen entschieden, um Beschädigungen am Bahnübergang zu vermeiden.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Flükiger  (Ädu)
    Um das abschliessend festzustellen, brauchen die mehr als 3 Jahre. War offensichtlich nicht besonders wichtig. Würden die Züge dort schneller fahren, hätte das in einer Katastrophe geendet. Plan- und gedankenlos umher irrende Touristen tragen das ihrige dazu bei, dass solche Situationen überhaupt entstehen - gerade in Interlaken fällt das häufig auf. Warum man aber als Chauffeur eines Cars in einer solchen Lage ein Wendemanöver vorzieht, ist nicht nachvollziehbar. Kann nicht gut gehen.
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    1. Antwort von Alex Moser  (AM)
      Mangelnde Ortskenntnisse tragen das ihrige dazu bei, solche Kommentare zu posten. Der Zug kann dort gar nicht schneller fahren - und tatsächlich hätte es genügend Platz, parallel zum Gleis zu warten. Was allerdings helfen würde wäre eine Videoüberwachung vom BH Interlaken Ost aus, damit sie in solchen Fällen (die es immer wieder geben wird, solange es diesen Massen-Touristen-Auflauf gibt) den Zug erst gar nicht losfahren lassen.
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